Tierschutzverein Mechernich e.V.

Den Tieren eine Stimme geben

Pressemeldung

03.09.2018

 Deutscher Tierschutzbund appelliert an Agrarausschuss:

Kein Einknicken vor der Agrarbranche

Der Deutsche Tierschutzbund fordert den Agrarausschuss des Bundesrates auf, klar für das bestehende Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration ab 2019 einzustehen. Der Verband hat sich mit einem Schreiben an die Ausschussmitglieder gewandt und an sie appelliert, gegen einen Antrag aus Bayern zu stimmen, der heute auf der Tagesordnung steht. Dieser sieht vor, das schon beschlossene Verbot um fünf Jahre hinauszuzögern.

„Ein weiteres unnötiges Leiden von rund 100 Millionen Ferkeln durch die Aufweichung des Tierschutzgesetzes zu verursachen, widerspricht dem Staatsziel Tierschutz ebenso wie dem ethischen Empfinden der Menschen in Deutschland eklatant. Es muss bei der vor vielen Jahren beschlossenen gesetzlichen Frist der Betäubung mit Schmerzausschaltung ab 1.1.2019 bleiben“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir fordern die Ausschussmitglieder daher auf, dem bayerischen Antrag heute ihre Zustimmung zu verweigern.“

Branche hatte Zeit genug

Ein Verbot der betäubungslosen Kastration ab 2019 wurde bereits im Jahr 2013 beschlossen. „Die Tiernutzer fahren nun ihre alte Taktik“, so Schröder. „Sie reizen festgelegte Fristen bis zum letzten Tag aus und vertrauen darauf, dass der devote Gesetzgeber ihnen schon eine Fristverlängerung gönnen wird. So weit darf es nicht kommen – die Politik muss dem einen Riegel vorschieben und am Verbot, so wie es beschlossen wurde, festhalten. Die Branche hatte Zeit genug, sich auf ein Verbot einzustellen, es gibt drei praktikable und tierschutzgerechte Alternativen.“ Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes spielt die Branche auf Zeit, um den sogenannten „vierten Weg“, die Lokalanästhesie, als weitere Alternativmethode zur betäubungslosen Ferkelkastration zu etablieren. Diese Methode erfüllt jedoch nicht die Vorgaben des Tierschutzgesetzes und ist aus Tierschutzsicht strikt abzulehnen. „Bei der Lokalanästhesie ist keine Schmerzausschaltung gegeben. Zudem verursacht sie bei den Ferkeln durch Spritzen direkt in den Hoden zusätzlich Stress und Schmerzen. Das ist seit Jahren bekannt, die Branche hat sich mit dieser Methode verrannt“, sagt Schröder.

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemeldung 06.08.2018Ferkel

 Betäubungslose Ferkelkastration: Verbot ab 2019 muss bestehen bleiben

Mit einer Bundesratsinitiative will die bayerische Landesregierung das Ende der betäubungslosen Ferkelkastration um fünf Jahre hinauszögern. Dazu soll das Inkrafttreten des novellierten Tierschutzgesetzes, das ein Verbot der betäubungslosen Kastration ab 2019 vorsieht, bis Ende 2023 ausgesetzt werden. Presseberichten zufolge werden Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und weitere Länder die Initiative unterstützen. Der Deutsche Tierschutzbund zeigt sich schockiert über den Vorstoß und appelliert an die politisch Verantwortlichen, das Leid für die Ferkel nicht noch länger zu tolerieren. Über den Antrag entscheidet am 3. September der Agrarausschuss des Bundesrates.

„Fünf Jahre hatte die schweinehaltende und -vermarktende Branche Zeit, sich auf das Verbot einzustellen. Sich nun darauf zu berufen, die Zeit für Umstellungen sei zu knapp gewesen, ist schlichtweg absurd“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir appellieren an den Agrarausschuss: Jede Stimme für den Antrag aus Bayern ist eine Stimme gegen den Tierschutz in Deutschland. Das Tierschutzgesetz gilt!“

Die 2013 vorgenommene Änderung des Tierschutzgesetzes zur Beendigung der betäubungslosen chirurgischen Kastration männlicher Ferkel stellt einen wichtigen Schritt zu mehr Tierschutz in der Schweinehaltung dar. Aus Tierschutzsicht müssen Schweine bis zu ihrem Lebensende unversehrt bleiben. Ist ein Eingriff unvermeidbar, muss dieser unter Schmerzausschaltung erfolgen, Schmerzen nach der Operation müssen gelindert werden. Drei Alternativmethoden zur betäubungslosen Kastration haben sich bisher als praktikabel und tierschutzkonform herauskristallisiert: die Mast von unkastrierten Ebern, die Impfung gegen Ebergeruch (Immunokastration) und die chirurgische Kastration unter Vollnarkose und mit Schmerzmedikation. „Auf diese drei Methoden muss sich die Branche endlich vorbereiten, anstatt weiter auf Zeit zu spielen und auf eine tierschutzwidrige Alternative zu setzen“, so Schröder.

„Vierter Weg“ ist keine Alternative

Trotz der verfügbaren Alternativen hofft die Branche auf die Zulassung eines sogenannten „vierten Weges“, der Kastration mit lokaler Betäubung. Mit Unterstützung Bayerns soll durch das Verschieben des Verbotsdatums Zeit gewonnen werden, um die Methode umzusetzen. Aus Tierschutzsicht ist dieses Verfahren jedoch ausdrücklich abzulehnen. Die Methode verursacht zusätzlich Schmerzen und Stress und schaltet den Schmerz während der Kastration nicht ausreichend aus – das belegen verschiedene Studien und aktuellste Untersuchungsergebnisse. Die Branche hält dennoch an der Methode fest, da sie bei zulässiger Anwendung durch den Landwirt vermeintlich kostengünstig wäre.

Bildunterschrift: Ferkel

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemeldung 31.07.2018Tiertransport Rind

Tiertransporte: Tiere leiden bei enormer Hitze

Die derzeit extrem heißen Temperaturen machen die ohnehin schon belastenden Tiertransporte für viele Rinder, Schafe und Ziegen zu einer Tortur. Trotz der seit Jahren bekannten Missstände bei Tiertransporten in Drittländer, insbesondere in den heißen Sommermonaten, werden Langstreckentransporte in Länder außerhalb der EU noch immer genehmigt und durchgeführt. Und dass, obwohl dabei bekanntermaßen regelmäßig gegen die EU-Transportverordnung verstoßen wird. Darüber hinaus spitzt sich die Situation wie schon in den vergangenen Jahren durch lange Wartezeiten an der Grenze in der Hitze zu - wie derzeit an der türkisch-bulgarischen Grenze.

„Es besteht sofortiger Handlungsbedarf seitens der Bundesregierung: Bei diesen extremen Temperaturen und solange nicht sichergestellt ist, dass die europäischen Tierschutzstandards eingehalten werden, dürfen Lebendtiertransporte nicht mehr abgefertigt werden“, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Weiter sei es höchste Zeit, dass die EU-Transportverordnung überarbeitet wird, wobei unter anderem eine internationale Begrenzung der Tiertransporte auf acht Stunden erfolgen muss. „Langfristig muss es Ziel sein, keine lebenden Tiere mehr zu transportieren, sondern am nächstgelegenen Schlachthof zu schlachten und gekühltes Fleisch bzw. Samen statt Zuchttiere auszuführen“, so Schröder.

Extremsituation an türkisch-bulgarischer Grenze

Nach Aussagen der Eurogroup for Animals, der europäischen Dachorganisation der Tierschutzvereine, der auch der Deutsche Tierschutzbund angehört, wartete aktuell etwa ein LKW mit 57 Rindern aus Frankreich und Tschechien tagelang an der türkisch-bulgarischen Grenze ohne Wasser- oder Futterversorgung bei Temperaturen über 35 Grad. Fälle wie dieser sind kein Einzelfall. Insbesondere in den warmen Sommermonaten kommt es in den Transportern zu Temperaturen über 35 Grad. Diese extremen klimatischen Verhältnisse und die Situation an der türkisch-bulgarischen Grenze mit stunden- bis tagelangen Wartzeiten, ohne adäquate Versorgung der Tiere, führt zu unnötigen Leiden bei den Tieren. Schwere Verstöße gegen die EU-Transportverordnung sind somit seit Langem an der Tagesordnung. Die Vorschriften der Verordnung werden nicht bis zum Bestimmungsort, wie es der Europäische Gerichtshof in einem Urteil bereits 2015 forderte, eingehalten. Erst im September 2017 wurden die schwerwiegenden Missstände an diesem Grenzübergang von der EU-Kommission dokumentiert, jedoch ohne Konsequenzen – die Situation für die Tiere ist unverändert.

Bildunterschrift: Rinder warten tagelang an der türkisch-bulgarischen Grenze.

Copyright: Jo-Anne McArthur / We Animals with Eyes on Animals

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

PressemeldungTiere und Hitze

25.07.2018

Der Deutsche Tierschutzbund rät:

Tiere vor großer Sommerhitze schützen

Die aktuell hochsommerlichen Temperaturen stellen für viele Tiere eine große Gefahr dar. Im Unterschied zum Menschen können sich die meisten Heimtiere nicht durch Schwitzen über die Haut abkühlen, sondern allein durch Trinken oder Hecheln. Der Deutsche Tierschutzbund rät Tierhaltern daher, die notwendigen Vorsorgemaßnahmen zu treffen: Dabei ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ebenso wichtig wie ein Schattenplatz, an den sich das Tier jederzeit zurückziehen kann. Große Anstrengungen für das Tier sollte man vermeiden und das Gassigehen mit Hunden in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen.

 Tierhalter sollten während der Hitze ihre Heimtiere stets im Blick behalten. Keinesfalls dürfen Hunde und andere Tiere alleine im Auto gelassen werden. Ein geöffnetes Schiebedach oder Fenster sorgt in keinem Fall für genügend Abkühlung. Selbst innerhalb weniger Minuten kann das Fahrzeug zur tödlichen Falle werden. Auch bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte Sonneneinstrahlung steigt die Temperatur im Inneren rasch auf 50 Grad und mehr an. Wenn die Sonne wandert, steht auch das im Schatten abgestellte Fahrzeug nach kurzer Zeit in der Sonne. Die Folgen der für das Tier unerträglichen Temperaturen sind Überhitzung mit Übelkeit und Kreislaufproblemen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen. Wer bei Hitze auf ein im Auto zurückgelassenes Tier aufmerksam wird, sollte umgehend die Polizei oder Feuerwehr verständigen.

Auch im Käfig oder im Außengehege lebende Tiere dürfen nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden. Auch hier gilt: Immer prüfen, ob sich ein großer Teil des Geheges den ganzen Tag über im Schatten befindet. Zusätzlich können Schatten spendende Häuschen, kühle Steinplatten oder feuchte Handtücher, die über das Gehege gelegt werden, helfen. Da bei Hitze viel Wasser verdunstet und die Tiere mehr trinken, sollte man dieses regelmäßig kontrollieren. Kaninchen, die die Möglichkeit zum Buddeln haben, können sich in den entstandenen Mulden abkühlen; manche Ratten lieben ein Wasserbad in einer flachen Schale.

Hitzeschutz auch für Weidetiere

Auch Tieren auf der Weide macht die Hitze zu schaffen: Pferde, Schafe oder Rinder sollten immer die Möglichkeit haben, sich in den Schatten zurückzuziehen. Zu jeder Zeit muss ausreichend Wasser in der Tränke vorhanden sein. Nicht vergessen werden darf, dass bei Hitze die Futtergrundlage auf der Weide abnimmt und die Tiere so unter Umständen zugefüttert werden müssen.

Weitere Informationen und Tipps für Tierhalter unter:

www.tierschutzbund.de/tiere-hitze

Bildunterschrift: Das Auto wird für Hunde schnell zur tödlichen Hitzefalle.

 Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Bildmaterial

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemeldung 26.06.2018

Höhepunkt der Rennsaison rückt näher

 Der Deutsche Tierschutzbund blickt hinter die Kulissen von Galopp- und TrabrennenGalopprennen

 Der Deutsche Tierschutzbund wird in den kommenden Wochen und Monaten über Missstände im Pferderennsport aufklären. Sowohl bei Trab- als auch bei Galopprennen kommen tierschutzwidrige Methoden zur Anwendung. Immer wieder kommt es zu Verletzungen oder sogar zu Todesfällen bei den Pferden. Auch der Frage, was mit ausgedienten Rennpferden passiert, geht der Verband anlässlich der kommenden Rennveranstaltungen nach.

„Wenn Pferde ohne Rücksicht auf Verluste missbraucht werden, rückt der Respekt vor dem Tier in weite Ferne. Einige Besitzer und Trainer gehen bei ihrem Kampf um den Sieg im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen“, sagt Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir möchten über den Umgang mit Rennpferden aufklären und dafür appellieren, entsprechende Veranstaltungen nicht zu unterstützen - weder durch Wetten noch durch einen Besuch.“

Die Rennsaison in Deutschland nähert sich aktuell ihrem Höhepunkt: Im Juli gibt es mit dem Galoppderby in Hamburg, dem großen Dallmayr-Preis in München und dem Duhner Wattrennen auf dem Watt vor Cuxhaven drei bei Rennliebhabern beliebte Events. Der Deutsche Tierschutzbund nimmt in den kommenden Monaten verschiedene Pferderennen zum Anlass, um sowohl über klassische Öffentlichkeitsarbeit als auch in den sozialen Medien gezielt über tierschutzwidrige Praktiken und den Umgang mit den Tieren aufzuklären.

Zum Rennen verdammt

Etwa eine Million Zuschauer zieht es in Deutschland jährlich alleine zu Galopprennen. 2016 belief sich der Wettumsatz hierbei auf rund 26 Millionen Euro. Wer genau hinsieht, muss jedoch erkennen, dass die Grenzen zwischen Sport und Tierquälerei inmitten solcher Events verschwimmen. Die Tiere werden mit tierschutzwidrigem Zubehör auf brutale Art und Weise zu mehr Gehorsam und Schnelligkeit angetrieben. Sowohl auf der Rennbahn als auch beim Training kommt es immer wieder zu Unfällen, die die Pferde mit ihrem Leben bezahlen. Verletzte, nicht mehr erfolgreiche oder zu alte Pferde sind für die Rennen nicht mehr brauchbar und werden „aussortiert“.

Weitere Informationen unter www.tierschutzbund.de/rennpferde

Bildunterschrift: Bei Galopprennen geht es vor allem um den Sieg – oft auf Kosten der Tiere.

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. / M. Marten

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

 

 

Pressemeldung 25.06.2018

 Taubenschutz:

Appell an Vertreter der Städte und Gemeinden03Stadttaube Kampagnenmotiv

Im Rahmen der Kampagne #RespektTaube hat sich der Deutsche Tierschutzbund an die Präsidenten des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, des Deutschen Landkreistages und des Deutschen Städtetages gewandt. Die Tierschützer appellieren für einen tierschutzgerechten Umgang mit der Stadttaube und liefern konkrete Hilfestellungen für Gemeinden. Mit einer großflächigen Anzeige des Kampagnenmotivs in Berlin wirbt der Verband vom 25. Juni bis 1. Juli ebenfalls für einen respektvollen Umgang mit Tauben.

„Wir wollen dazu beitragen das Miteinander von Mensch und Taube harmonischer zu gestalten und zudem für die Tiere bessere Lebensbedingungen zu schaffen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Um die Ausbreitung von Stadttauben zu begrenzen, suchen viele Politiker in den Städten und Gemeinden Lösungen, setzen dabei aber oftmals auf Maßnahmen, die auf lange Sicht keine Wirkung zeigen und den Tierschutz außer Acht lassen. Hier wollen wir mit unserer Expertise ansetzen.“

Zu den häufig angewandten Abwehrmaßnahmen für Tauben zählen Spikes, Klebepasten oder Netze. Zudem werden immer wieder Fütterungsverbote ausgesprochen oder gar Tötungsmaßnahmen eingeleitet. Allen gemeinsam ist, dass sie keine Verbesserung der Situation bewirken und ebenso wenig tierschutzkonform sind. Mit Informationsmaterialien, einem Leitfaden und einer Checkliste gibt der Deutsche Tierschutzbund Gemeinden daher konkrete, tierschutzgerechte Hilfestellungen an die Hand und zeigt auf, wie sich Taubenbestände tiergerecht regulieren lassen.

Bestandregulierung gelingt mit Taubenschlägen

Um die Bestände tiergerecht zu regulieren, braucht es ein Gesamtkonzept, das unter anderem betreute Taubenschläge, -häuser oder –türme vorsieht. Diese bieten den Tauben attraktive Nistmöglichkeiten, in denen gelegte Eier leicht durch Attrappen ausgetauscht werden können. Zudem sollten kontrollierte Fütterungsplätze an „Brennpunkten“ eingerichtet werden. Ebenso wichtig ist eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit sowie die Beratung und Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Dass ein umfassendes Taubenmanagement wirksam ist, zeigt sich an Städten wie Augsburg und Aachen, in denen die Anzahl der Tauben seit Jahren konstant auf einem gesunden Level gehalten werden kann.

Weitere Informationen zur Kampagne #RespektTaube und ein emotionales Taubenvideo finden Interessierte unter www.tierschutzbund.de/taubenschutz.

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemeldung 25.06.2018

 Expertenanhörung zu Lebendtierexporten:

Deutscher Tierschutzbund appelliert an Agrarausschuss31Rind 2

 Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages hat für den 25. Juni zu einem öffentlichen Fachgespräch geladen, um sich zum Umgang mit Lebendtiertransporten in Drittstaaten beraten zu lassen. Der Deutsche Tierschutzbund wird seine Sicht der Dinge vor dem Ausschuss deutlich machen. Die Tierschützer fordern ein Ende der Transporte und eine Überarbeitung der Tierschutztransportverordnung in Deutschland und der EU.

 Deutschland kann und muss eine Vorreiterrolle einnehmen und darf keine Tiere mehr in Drittstaaten liefern, solange die Tierschutztransportverordnung nicht überarbeitet wurde - und auch die Schlachtbedingungen nicht mindestens den EU-Standards entsprechen“, sagt Frigga Wirths, Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft beim Deutschen Tierschutzbund, die die Expertise des Verbandes vor dem Ausschuss vertreten wird. „Ob die bisher ohnehin zu laschen Vorgaben bis zum Zielort der Tiere eingehalten werden, lässt sich aktuell allerdings kaum überprüfen – hier braucht es strengere Kontrollen und härtere Sanktionen bei Verstößen“, so Wirths. „Ziel sollte aber sein, keine lebenden Tiere mehr zu exportieren, sondern immer am nächstgelegenen Schlachthof zu schlachten und dann Fleisch zu transportieren – bzw. den Samen anstelle von Zuchttieren.“

 Nach der Anhörung verschiedener Expertenmeinungen wird der Agrarausschuss darüber befinden, welche parlamentarischen Initiativen folgen werden. Die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und FDP haben bereits jeweils einen Antrag vorgelegt.

 Hintergrund Lebendtiertransporte

Bei ihrem Weg aus der EU in Drittländer sind Tiere qualvoll lange und oft unter tierschutzwidrigen Bedingungen unterwegs. Lange Wartezeiten an der Grenze, keine adäquate Versorgung der Tiere und Hitzestress sind die Regel. Obwohl es ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs gibt, dass EU-Recht und damit Tierschutzvorgaben bis zum Bestimmungsort der Tiere einzuhalten sind, wird dies in der Praxis nicht umgesetzt. Die Tierschutzbestimmungen in den Zielländern sind zudem oft unzureichend oder gar nicht vorhanden. Der Deutsche Tierschutzbund hatte bereits mehrfach in den letzten Jahren durch Recherchen das Leid von Rindern, Schafen, aber auch Pferden und anderen Tieren in Transporten dokumentiert. Zuletzt hatten Reportagen bei ZDF „37 Grad“ und ARD „Kontraste“ die Missstände erneut ins öffentliche Bewusstsein gebracht und eine politische Debatte ausgelöst.

Das öffentliche Fachgespräch des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft findet am 25. Juni ab 13 Uhr im Paul-Löbe-Haus, Berlin statt.

Informationen zur Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes finden Sie hier: www.tierschutzbund.de/kampagne-tiertransporte

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemeldung 06.06.2018

Registrier DeinTier

Mehrheit der Hunde und Katzen bisher nicht registriertFindussuchen

Mehr als die Hälfte (54 Prozent) aller Hunde und Katzen sind nicht in einem Haustierregister registriert – das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Deutschen Tierschutzbundes*. Wird ein vermisstes Tier von einem Finder aufgegriffen oder landet im Tierheim, ist es jedoch ohne Kennzeichnung und Registrierung schwierig, den Halter ausfindig zu machen. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin und fordert alle Tierhalter auf, ihre Tiere registrieren zu lassen. Der Verband hat dazu die Kampagne #RegistrierDeinTier (www.registrier-dein-tier.de) gestartet.

„Es kommt immer wieder vor, dass Katzen nicht wie gewohnt nach Hause kommen oder dass sich Hunde losreißen und auch auf Rufen nicht zurückkehren“, sagt Andrea Furler-Mihali, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Wir können nur appellieren: Lassen Sie Ihr Tier nicht einfach verschwinden. Schützen Sie es mit einer Kennzeichnung und Registrierung, damit es im Fall der Fälle identifiziert werden kann und möglichst schnell wieder nach Hause kommt.“

Fehlende Registrierung erschwert die Heimkehr des Tieres

Damit ein Tier in einem Haustierregister registriert werden kann, muss es zunächst unverwechselbar gekennzeichnet werden. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt die Kennzeichnung durch einen reiskorngroßen Transponder, den der Tierarzt unter die Haut des Tieres setzen kann. Möglich ist dies bei Hunden und Katzen, aber auch bei Kleintieren, wie Kaninchen, sowie bei Pferden. Bei Ziervögeln ist die Kennzeichnung über einen Ring am Fuß möglich. „Unsere Erfahrung zeigt, dass die Tiere zwar oft gekennzeichnet sind, im Anschluss aber die ebenso wichtige Registrierung nicht vorgenommen wird“, sagt Furler-Mihali. Letztlich ist der Halter selbst dafür verantwortlich, dass er die auf dem Chip gespeicherte 15-stellige Nummer bzw. die Ringnummer zusammen mit weiteren Daten zum Tier und dem eigenen Kontakt in einem Haustierregister hinterlegt. Dies geht bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, einfach und kostenfrei auf www.findefix.com oder mit einem schriftlichen Anmeldebogen. Der Tierhalter erhält im Anschluss per Post eine Bestätigung mit allen wichtigen Unterlagen. Hundehalter bekommen zusätzlich eine Plakette für das Hundehalsband. „Nur die Kombination dieser zwei einfachen Maßnahmen – Kennzeichnung und Registrierung - kann sicherstellen, dass ein entlaufenes Tier und sein Besitzer schnell wieder zusammen finden“, so Furler-Mihali.

* Quelle: Umfrage des Bonner Marktforschungsanbieters OmniQuest im Auftrag des Deutschen Tierschutzbundes (2018)

Bildunterschrift: Mit dem Motiv und dem Slogan „Lass Deine Katze nicht einfach verschwinden.“ macht der Deutsche Tierschutzbund auf die Wichtigkeit der Registrierung aufmerksam.

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemeldung   29.05.2018

 Internationaler Tag der Milch (1. Juni): Preiskampf auf dem Rücken der KüheMilchkühe Tierschutzlabel

 Anlässlich des Internationalen Tags der Milch am 1. Juni, macht der Deutsche Tierschutzbund darauf aufmerksam, dass die aktuellen Billigpreise bei Milch mit Tierschutz im Stall nicht vereinbar sind. Der Verband fordert daher eine nachhaltige Milchwirtschaft und ein Umdenken hin zu mehr Tierschutz.

 „Politik und Handel müssen dem Tierschutz endlich einen höheren Stellenwert einräumen und den Landwirten ermöglichen, mehr Tierschutz in die landwirtschaftliche Nutztierhaltung einzubringen“, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Die auch von einer breiten Mehrheit der Gesellschaft geforderten, höheren Tierschutzstandards sind mit Dumpingpreisen nicht umzusetzen.“

 Der niedrige Milchpreis hat zur Folge, dass viele Milchviehbetriebe kurz vor der Pleite stehen – was letztlich auch auf Kosten der Tiere geht. Familienbetriebe arbeiten unterhalb des Mindestlohns, große Betriebe finden nicht genug qualifiziertes Personal, das die Tiere fachgerecht betreuen und versorgen kann. Um wirtschaftlich zu überleben, müssen Landwirte die Produktionskosten senken, die Anzahl der Kühe in der Herde erhöhen oder die Milchmenge pro Kuh steigern. Als Nebeneffekt wird auch am Tierarzt gespart, Kühen und ihren Kälbern werden aus Kostengründen Behandlungen verwehrt. Im Alter von durchschnittlich vier bis fünf Jahren werden Milchkühe auf Grund von Erkrankungen und abnehmender Leistung geschlachtet oder versterben auf dem Betrieb. Das Einzeltier verliert immer mehr an Wert. Anfang Mai dokumentiere die Sendung „stern TV“ tote oder bereits verweste Milchkühe, die auf einem Hof in Sachen-Anhalt über Tage und Wochen zwischen ihren Artgenossen lagen. Die erschreckenden Bilder spiegeln zwar nicht die Realität auf jedem Hof wider, machen aber deutlich, dass die Billigpreispolitik dramatische Folgen hat und ein Umdenken – ebenso wie striktere Kontrollen – dringend erforderlich sind.

 Verbraucher in der Pflicht

Neben Politik und Handel sind auch die Verbraucher in der Pflicht, beim Einkauf eine bewusste Entscheidung für ein Mehr an Tierschutz zu treffen und einen fairen Milchpreis zu akzeptieren. Der Deutsche Tierschutzbund rät, auf Milchprodukte aus artgerechter Tierhaltung – etwa mit dem Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ oder mit dem Bio-Siegel - zu achten oder auf die zahlreichen schmackhaften Alternativen, wie Soja-, Mandel- oder Reismlch, zurückzugreifen.

Bildunterschrift: Milchkühe des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ (Premiumstufe) dürfen nach draußen auf die Weide.

 Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. / M. Marten

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemeldung  04.05.2018

Schon wieder Schleuderpreise für Milch

 Medienberichten zufolge sinken im Handel die Trinkmilchpreise, der Deutsche Tierschutzbund kritisiert diese Entwicklung, denn die Billigpreise gehen zu Lasten der Tiere und der Landwirte. Die auch von einer breiten Mehrheit der Gesellschaft geforderten, höheren Tierschutzstandards sind mit Dumpingpreisen nicht möglich und so werden auch die Milchkühe zunehmend zum Opfer dieses gnadenlosen Buhlens um die Schnäppchenjäger.

Die Fortsetzung des Preiskampfes lässt den Landwirten keine Alternative: Sie müssen die Produktionskosten senken, die Anzahl der Kühe in der Herde erhöhen oder die Milchmenge pro Kuh steigern, um noch kostendeckend zu wirtschaften. Als Nebeneffekt wird auch am Tierarzt gespart, das geht zu Lasten der Gesundheit der Kühe und ihrer Kälber, ihnen werden Behandlungen verwehrt. Das Einzeltier verliert immer mehr an Wert. So werden Kühe durchschnittlich im Alter von vier bis fünf Jahren auf Grund von Erkrankungen und abnehmender Leistung geschlachtet oder verstirbt auf dem Betrieb.

Auch werden Kälber, vor allem wenn es sich um den männlichen Nachwuchs von Hochleistungsmilchrassen handelt, mittlerweile wirtschaftlich als wertlos eingestuft und dementsprechend schlechter gehalten oder gar vernachlässigt.

Bei einem höheren Milchpreis wäre es dagegen möglich, Kühe unter besseren Bedingungen zu halten, ihnen auch eine tierärztliche Behandlung zuzugestehen, sich nicht nur auf eine maximale Milchleistung zu fokussieren und eine höhere Lebenserwartung zu erreichen.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher den Lebensmittelhandel und die Molkereien auf, eine nachhaltige Preispolitik zu gestalten, die es den Landwirten ermöglicht, mehr Tierschutz in die landwirtschaftliche Nutztierhaltung einzubringen. Von politischer Seite müssen ebenfalls entsprechende Maßnahmen für eine tierfreundlichere Ausrichtung der Landwirtschaft ergriffen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemeldung 03.05.2018

Tierversuche für Kosmetika:

EU-Parlament stimmt für weltweites Verbot

Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die heutige Zustimmung des EU-Parlamentes für ein weltweites Verbot von Tierversuchen für kosmetische Mittel. Der entsprechende Antrag sieht vor, dass sich die EU bei den Vereinten Nationen für ein weltweites Verbot einsetzen und dafür sorgen soll, dass internationale Handelsverträge und Freihandelsabkommen das bereits bestehende EU-Verbot nicht verwässern. So soll gewährleistet werden, dass keine Kosmetika, die in Drittstaaten an Tieren getestet wurden, auf den europäischen Markt gelangen.

„Wir freuen uns, dass unser Kampf gegen Tierversuche in der Kosmetik nun auch weltweit Früchte trägt“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Das Tierversuchsverbot für Kosmetika in der EU war ein Schlüsselmotor für die Industrie, endlich die Entwicklung von tierleidfreien Methoden zu fördern und weitere Alternativmethoden zu entwickeln. Es ist Zeit, dass sich die EU im Rahmen der Vereinten Nationen auch für ein weltweites Verbot von Tierversuchen für kosmetische Mittel einsetzt.“

Im Gegensatz zur EU sind Tierversuche für Kosmetika und die Vermarktung von an Tieren getesteten Kosmetika in rund 80 Prozent der Länder weltweit noch erlaubt.

„Daher sollte die EU dafür sorgen, dass keine Gesetzeslücken oder Handelsabkommen dazu führen, dass Kosmetikprodukte, die in Drittstaaten an Tieren getestet wurden, trotzdem auf den EU-Markt gelangen“, so Schröder.

Der Deutsche Tierschutzbund hat sich jahrzehntelang dafür eingesetzt, dass Kosmetika und deren Inhaltsstoffe nicht an Tieren getestet werden. Im Kampf für ein Tierversuchsverbot bedurfte es immenser Kampagnen- und Lobbyarbeit, damit die Verbote in Deutschland und der EU letztendlich realisiert wurden. Für kosmetische Produkte hat der Verband  zudem die erste Positivliste aufgestellt. Die darin aufgeführten Hersteller führen keine Tierversuche durch und verwenden nur Inhaltsstoffe, die seit 1979 nicht mehr im Tierversuch getestet wurden. Weitere Informationen unter www.tierschutzbund.de/tierversuche

Pressemeldung  26.04.2018

Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes zu Fundtierkosten:

Herber Rückschlag für den Tierschutz in Deutschland

 Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat am Abend in letzter Instanz entschieden, dass Tierheime ohne entsprechende Verträge mit den Kommunen, Fundtierkosten nur dann erstattet bekommen, wenn die Tiere vorher im Fundamt abgegeben wurden. Das Gericht zwingt damit die Tierheime, Fundtiere abzuweisen und Finder zum Rathaus zu schicken. Der Deutsche Tierschutzbund und zwei seiner Mitgliedsvereine, der Tierschutzverein Rosenheim und der Tierschutzverein für den Landkreis Cham, sind damit vor dem BVerwG gegen drei Urteile des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes gescheitert. Das Gericht hat damit eine historische Chance verpasst, eine praxisnahe Auslegung zugunsten der Tiere und im Sinne des Staatsziels Tierschutz zu treffen. Das Urteil dürfte für bundesweites Chaos in den Kommunen sorgen. Der Deutsche Tierschutzbund rät nun allen Kommunen einen fairen Fundtierkostenvertrag mit einem seriösen Tierheim abzuschließen, um zu verhindern, dass aus einer ungeklärten Betreuungslage Tierleid entsteht. Nur so hätten Kommunen, Tierheime und letztlich auch die Finder Sicherheit. Gleichzeitig ist der Gesetzgeber gefordert einen bundeseinheitlichen Rahmen zu schaffen, in dem sich diese Verträge bewegen.

„Das Urteil ist ein herber Rückschlag sowohl für den praktischen als auch für den Tierschutz insgesamt. Es ist doch weder dem Tier noch dem Finder zuzumuten, zwischen Tierheim und Rathaus zu pendeln“, zeigt sich Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, vom Urteil enttäuscht. Sein Apell: „Bundestag und Bundesregierung müssen nun Farbe bekennen, ob man den praktischen Tierschutz vor Ort fallen lässt oder unterstützt. Wir setzen darauf, dass es um Unterstützung geht. Dann bleibt nur ein Weg: Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist klarzustellen, dass eine Kommune für Tiere als Fundsache die volle Verantwortung trägt, egal von wem wo gefunden und von wem wo auf dem Gemeindegebiet abgegeben. Wer das nicht tut, der riskiert als Folge dieses Urteils den Zusammenbruch des praktischen Tierschutzes in der Fläche.“

Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes bedeutet das Urteil im Kern: Jeder der ein Tier findet, muss wissen, ob es in der Kommune einen Vertrag mit dem Tierheim gibt oder nicht, und muss sich dann zum richtigen Ort bewegen. Dies bringt für das Tier ein belastendes  „Hin und Her“, denn ein Tierheim ohne Vertrag muss das Tier nach Ansicht der Richter ablehnen und den Finder zum Rathaus weiterschicken. Schröder dazu: „Diese Entwicklung birgt die Gefahr, dass Bürger, die ein Tier finden, lieber gar nichts tun, als sich mit dem bürokratischen Abenteuer auseinanderzusetzen. Wenn Finder die Tiere nicht ins Tierheim bringen, erfahren aber auch Tierbesitzer, die ihr Tier suchen, keinerlei Unterstützung durch das Tierheim. Das Urteil ist praxisfremd, tierschutzfeindlich und letztlich auch ein Rückschlag für jeden Tierbesitzer.“

Hintergrund:

Der Tierschutzverein Rosenheim und der Tierschutzverein für den Landkreis Cham in Bayern hatten geklagt, da ihnen die Gemeinden jeweils die Kostenübernahme für die Versorgung von Fundtieren verweigert hatten. Beide Vereine hatten von Findern unverletzte Katzen im Tierheim aufgenommen und den Behörden unverzüglich eine Fundanzeige geschickt. Das Urteil fiel jedoch im Sinne der Kommunen. Die Tierheime blieben auf den Kosten sitzen.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) stützte seine Entscheidungen darauf, dass kein Anspruch der Tierschutzvereine aus öffentlich rechtlicher Geschäftsführung ohne Auftrag besteht. Da die Finder die Tiere jeweils direkt im Tierheim – und nicht bei der Behörde - abgeliefert hatten, besteht laut BayVGH seitens der Fundbehörde weder eine Handlungs- noch eine Verwahrungspflicht. Gleiches gilt auch dann, wenn das Tierheim den Fund sofort bei der Behörde anzeigt und diese sich daraufhin nicht äußert. Schweigen sei keine Zustimmung der Fundbehörde, die Verantwortung für das Tier zu übernehmen, so der BayVGH. Weiter sei es dem Finder zuzumuten, ein unverletztes Tier bei der Behörde abzuliefern. Auch unter Berücksichtigung des Tierschutzrechts, kam der BayVGH zu keinem anderen Ergebnis. Eine Möglichkeit, die fundrechtlichen Vorschriften – die auch für Tiere gelten - entgegen ihrem eindeutigen Wortlaut auszulegen, bestehe nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemeldung  26.04.2018

Agrarministerkonferenz in Münster Ferkel1

Deutscher Tierschutzbund fordert klare Bekenntnisse:

-        Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration bleibt

-        Ende der Kastenstandhaltung von Sauen

-        Ende der Tiertransporte in Drittstaaten

Auf der Agrarministerkonferenz (AMK) in Münster beraten die Landwirtschaftsminister der Länder und des Bundes am 26. und 27. April einige Tierschutzprobleme in der Landwirtschaft: unter anderem die Haltung von Sauen in Kastenständen und Tiertransporte in Drittstaaten. Aktuell ist auch die Diskussion zur betäubungslosen Ferkelkastration und zu möglichen Alternativen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert, am Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration ab 2019 unverändert festzuhalten. Der sogenannte „vierte Weg“, die Kastration mit Lokalanästhesie, darf jedoch keine Alternative sein. Gleichzeitig fordert der Verband mit dem gesetzlichen Ausstieg aus der Kastenstandhaltung eine grundlegende Änderung der Sauenhaltung. Hier könnte die AMK ein deutliches Zeichen Richtung Bundesregierung senden. Darüber hinaus müssen Tiertransporte in Drittstaaten ausgesetzt werden, solange Missstände belegen, dass bei diesen Transporten regelmäßig gegen EU-Recht verstoßen wird und dieses offenkundig weder durchsetzbar noch kontrollierbar ist.

Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration

„Obwohl die schweinehaltende und -vermarktende Branche lange genug Zeit hatte, sich auf das Verbot ab 2019 einzustellen, versucht sie nun, den „vierten Weg“, die Lokalanästhesie, als Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration durchzudrücken“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Eine Methodik, die den Anspruch nach Schmerzausschaltung bei der Kastration jedoch nicht erfüllt und die Tiere zusätzlich belastet, kann und darf keine Alternative sein. Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen: Wenden Sie diese Methode ab und verhindern Sie einen Rückschritt im Tierschutz! Das Verbot ab 1.1.2019 muss gelten, wie es beschlossen wurde.“ Befürworter des „vierten Weges“ argumentieren, dass die Methode in anderen Ländern erfolgreich angewendet wird. „Die Tierschutzorganisationen Djurens Rätt (Schweden) und Norwegian Animal Protection Alliance (Norwegen) teilen jedoch unsere kritische Einschätzung der Lokalanästhesie zur Ferkelkastration. Sie beurteilen sie ebenfalls als nicht tiergerechte Lösung“, zitiert Schröder die Kollegen im Ausland.

Kastenstandhaltung nicht rechtskonform

Das sogenannte „Magdeburger Urteil“ und dessen Bestätigung durch das Bundesverwaltungsgericht im November 2016 hatten klar gestellt, dass die gängige Kastenstandhaltung von Sauen im Deckzentrum gegen die Mindestanforderungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung verstößt. „Die Länder sind jetzt in der Pflicht, die vom Bundesverwaltungsgericht bestätigten rechtswidrigen Zustände zu beenden und den Sauen in Kastenständen schnellstmöglich zu helfen“, sagt Thomas Schröder. „Ein weiteres Abwarten und lange Übergangsfristen ohne sofort greifende, flankierende Maßnahmen würden die Sauen dazu verdammen, über Jahre weiter in den rechtswidrigen und zu engen Kastenständen zu leiden.“ Der Deutsche Tierschutzbund fordert neben dem Kastenstand-Verbot im Deckzentrum zudem ein Fixierungsverbot für den Abferkelbereich. Für eine tiergerechte Gestaltung der Sauenhaltung sind zudem weitere gesetzliche Verbesserungen notwendig: etwa mehr Platz, strukturierte Buchten und Nestbaumaterial für die Sauen. Auf keinen Fall dürfen die bestehenden tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen durch eine Anpassung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung legalisiert werden.

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, zur Systemfrage in der Schweinehaltung:

„Wenn die Minister über den Kastenstand oder den vierten Weg reden, dann sind das Einzelfragen zu verschiedenen Methoden, hinter denen aber allen stets die Systemfrage steht. Die AMK darf daher nicht mehr ausweichen: Es geht darum, wie die konventionelle Schweinehaltung als Gesamtsystem zukünftig ausgestaltet werden soll - um nicht mehr, aber eben auch nicht um weniger. Viel zu lange haben sich Bund und Länder zu passiv verhalten, wenn es um die Einhaltung von Verordnungen geht. Viel zu oft wurde mit Ausnahmen im Gesetz, mit Lücken im Vollzug oder aber mit einer Abschwächung des Gesetzes reagiert. Mit dieser devoten Agrarpolitik müssen die Bundesministerin Julia Klöckner und die Länder nun endlich Schluss machen - mit klaren Vorgaben, die Tier- und Umweltschutz beachten und die auch den Landwirten Planungssicherheit geben.

Tiertransporte in Drittstaaten

„Wir appellieren an die Mitglieder der AMK, sich für ein sofortiges Ende der grausamen Praxis der Tiertransporte in Drittstaaten und der anschließenden Schlachtung einzusetzen“, so Thomas Schröder. „Das EU-Recht muss über die EU-Grenzen bis zum Bestimmungsort eingehalten werden und genau das ist aktuell nicht gewährleistet und nicht kontrollierbar. Daher sollte derzeit keine Veterinärbehörde in Deutschland und Europa Transporte in Drittstaaten freigeben. Ziel muss sein, keine lebenden Tiere mehr zu exportieren, sondern Tiere immer am nächstgelegenen Schlachthof zu schlachten und dann Fleisch zu transportieren.“

Hinweis an die Redaktionen: Aktion zur AMK am 27. April

Der Deutsche Tierschutzbund macht am 27. April (9:00-14:00 Uhr) mit einer Aktion vor dem AMK-Tagungshotel auf die Probleme in der Schweinehaltung aufmerksam und wendet sich mit seinem Appell direkt an die Ministerinnen und Minister. Ort: Mövenpick Hotel (Busparkplatz), Kardinal-von-Galen-Ring 65, 48149 Münster

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, steht für Interviews vor Ort gern zur Verfügung.

Die Aktion findet im Rahmen der europaweiten Kampagne #EndPigPain statt: www.tierschutzbund.de/endpigpain

Bildunterschrift: Sau im Kastenstand

Copyright: Jo-Anne McArthur / We Animals

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemeldung

23.04.2018

Internationaler Tag des Versuchstieres am 24. April:04Maus im Tierversuch

Alternativmethoden gehört die Zukunft

Anlässlich des Internationalen Tags des Versuchstieres am 24. April fordert der Deutsche Tierschutzbund eine Gesamtstrategie zum Ausstieg aus Tierversuchen und eine Änderung des Tierschutzgesetzes. Allein in Deutschland „verbrauchen“ Forschungsinstitute, Universitäten und Industrie rund drei Millionen Tiere pro Jahr in Tierversuchen. Der Tag des Versuchstieres sollte Startpunkt für ein Umdenken sein – für eine moderne tierversuchsfreie Forschung, so die Tierschützer.

„Deutschland sollte endlich umdenken und beim Ausstieg aus Tierversuchen eine Vorreiterrolle einnehmen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Das Bekenntnis der neuen Bundesregierung, sich um Erforschung und Anwendung von Ersatzmethoden zu bemühen ist zwar da. Es braucht aber auch eine Strategie, die festlegt, wie man den Ausstieg umsetzen will. Frau Klöckner darf sich nicht auf den bloßen Ankündigungen ihres Vorgängers ausruhen oder gar annehmen, dass der Status quo an Alternativmethodenförderung ausreiche.“ Der Deutsche Tierschutzbund fordert zudem, das Tierschutzgesetz anzupassen: „Die Behörden, die Tierversuchsanträge genehmigen, müssen unabhängig von der Einschätzung des Antragstellers beurteilen können, ob der Tierversuch wirklich unerlässlich und ethisch vertretbar ist“, so Schröder. Aktuell schreibt das Tierschutzgesetz vor, dass ein Antrag von der Behörde zu genehmigen ist, sofern dieser formell richtig gestellt ist und der Antragsteller den wissenschaftlichen Nutzen und die ethische Vertretbarkeit begründet. Eine wirkliche Beurteilung durch die Behörde findet somit nicht statt.

EU gibt Ausstieg vor, Strategie in Deutschland fehlt

Obwohl auch die EU-Tierversuchsrichtlinie den Ersatz von Tierversuchen durch tierversuchsfreie Methoden als langfristiges Ziel vorgibt, setzen Bundesregierung un

Bildunterschrift: Maus im Tierversuch

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

.

 

Tier- und Naturschützer protestieren gegen die Jagd auf Fuchswelpen Fuchswelpen in Falle
Tierschutzverein Mechernich 14. April 2018 - Derzeit sind viele Wildtiere damit beschäftigt, ihren Nachwuchs aufzuziehen – darunter auch der Rotfuchs. Fuchs und Füchsin beteiligen sich beide daran; das Spiel der Fuchskinder vor dem Bau ist für Naturfreunde ein wunderschöner Anblick. Doch die Idylle wird allzu oft mit Flinte und Fallen auf grausame Weise zerstört: Jungfüchse werden in Deutschland ganzjährig bejagt. Das Aktionsbündnis Fuchs, ein Zusammenschluss von mehr als 60 deutscher Tier- und Naturschutzorganisationen, fordert ein Verbot der sinnlosen Jagd auf Füchse.
In etwa der Hälfte der deutschen Bundesländer haben Füchse keine festgelegte Schonzeit. Nur Elterntiere, die für die Aufzucht der Jungen erforderlich sind, werden durch §22 Abs. 4 des Bundesjagdgesetzes vor Nachstellungen geschützt. Der von den Jagdbehörden festgelegte Zeitraum richtet sich dabei jedoch nicht nach den tatsächlichen Aufzuchtzeiten – viele Weidmänner schießen daher schon im Juni, spätestens jedoch Anfang Juli wieder auf Füchse, obwohl die meisten Welpen zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht selbständig sind. Die jungen Füchse kommen dann oft qualvoll ums Leben.
Fuchswelpen werden in 12 von 16 Bundesländern ganzjährig getötet
Aber selbst dort, wo Füchse geregelte Schonzeiten haben, sind diese meist sehr kurz – und Fuchskinder sind in aller Regel ganz davon ausgenommen. In 12 von 16 Bundesländern dürfen Fuchswelpen das ganze Jahr über von Jägern getötet werden*!
Und davon wird reger Gebraucht gemacht: Viele Fuchswelpen werden bereits beim Spiel am elterlichen Bau mit Schrot erschossen; spezielle Drahtgitterfallen wie die „Eberswalder Jungfuchsfalle“ werden direkt am Bauausgang montiert, um die Welpen beim Verlassen des Baus einzufangen und sie anschließend zu erschießen oder zu erschlagen.
Kein „vernünftiger Grund“ für die Fuchsjagd
Die Jagdverbände behaupten, derartige Tötungsaktionen seien notwendig, um die Fuchspopulation zu „regulieren“. Wie wissenschaftliche Studien sowie Erfahrungen aus fuchsjagdfreien Gebieten zeigen, ist das vollkommener Unfug: Die Geburtenrate bei Füchsen regelt sich ohne menschliches Zutun durch soziale Mechanismen und Nahrungsangebot; wo die Fuchsjagd eingestellt wurde, nahm die Anzahl der Füchse nicht zu, sondern bliebt konstant.
Deutsche Tier- und Naturschützer fordern Ende der Fuchsjagd
Der Tierschutzverein Mechernich e.V. fordert daher im „Aktionsbündnis Fuchs“ gemeinsam mit bundesweit rund 60 weiteren deutschen Tier- und Naturschutzorganisationen, das grausame Fangen und Töten von Fuchswelpen sofort einzustellen. „Für die Jagd auf den Fuchs gibt es keinen vernünftigen Grund“, erläutert Dag Frommhold, einer der Initiatoren des Bündnisses. „Umso absurder ist es, dass gerade Fuchskinder in fast ganz Deutschland ganzjährig vollkommen legal getötet werden dürfen. Es wird höchste Zeit, dass die Politik sich nicht länger einseitig den Interessen der Jagdlobby beugt.“
*) Schonzeiten für Jungfüchse – wenn auch kurze – gibt es in Baden-Württemberg, Hessen, Berlin und dem Saarland

Eine ausführliche Darstellung des Themas sowie wissenschaftliche Nachweise finden Sie in den Erläuterungen und Quellenangaben des Aktionsbündnisses Fuchs.

 

Pressemeldung  10.04.2018Kükentötung

„WISO“ zeigt Kükentötung in Brüterei

Deutscher Tierschutzbund stellt Strafanzeige

Der Deutsche Tierschutzbund hat Strafanzeige gegen die Brüterei Hölzl aus Moosburg an der Isar (Bayern) gestellt. ZDF „WISO“ zeigte in seiner gestrigen Sendung Aufnahmen von Küken, die nach dem Schlupf in der Brüterei vergast werden – darunter männliche, aber auch weibliche Tiere. Grund für die Tötung aller Küken ist offensichtlich eine Überproduktion. Aus Sicht der Tierschützer ist ein vernünftiger Grund, wie ihn das Tierschutzgesetz für die Tötung von Wirbeltieren vorschreibt, nicht gegeben.

 Es ist schon ein Skandal, dass männliche Küken aus wirtschaftlichen Gründen getötet werden dürfen. Dass nun alle Küken, egal welchen Geschlechts, wie faule Tomaten weggeworfen werden, ist nicht hinzunehmen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Misswirtschaft und Managementfehler dürfen nicht auf Kosten der Tiere gehen.“ Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

 Tötung ohne vernünftigen Grund

Die Bilder, die dem Deutschen Tierschutzbund vorab vorgelegt wurden, zeigen, wie die Küken kistenweise in die Vergasung gehen – ohne dass zuvor das Geschlecht bestimmt wurde, wie es sonst üblich ist. Während das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden hatte, dass bei der Tötung männlicher Legehennen-Küken mit der Wirtschaftlichkeit ein vernünftiger Grund vorliegt, sieht die rechtliche Sachlage im aktuellen Fall noch einmal anders aus. „Eine Überproduktion von Küken kann kein vernünftiger Grund sein, alle Tiere zu töten“, sagt Schröder. Eine wirtschaftliche Notlage ist aus Sicht der Tierschützer nicht gegeben. Auch, weil die Brüterei den Bruterfolg eigentlich relativ gut vorhersagen und damit die Anzahl der geschlüpften Tiere entsprechend kalkulieren kann.

Bildmaterial

Bildunterschrift: Getötete Küken (Symbolbild)

 Copyright: A. Farkas/afi

 

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemitteilung 04.04.2018

Neue Kampagne wirbt für die Stadttaube

 Mit seiner neuen Kampagne #RespektTaube, die am 5. April startet, wirbt der Deutsche Tierschutzbund für einen respektvollen und tierschutzgerechten Umgang mit der Stadttaube. Ziel der Kampagne ist es, die Bevölkerung über Vorurteile aufzuklären und mit dem negativen Image der Taube aufzuräumen. Gleichzeitig stellen die Tierschützer Städten und Gemeinden Infomaterial zur Verfügung und zeigen auf, wie sich die Taubenpopulation durch die Errichtung von Taubenhäusern und –türmen tiergerecht regulieren lässt.

 „Man muss die Taube nicht zwingend lieben, doch respektieren muss man sie allemal. Der tagtägliche Umgang mit den Tieren zeigt jedoch leider häufig das Gegenteil“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Damit Tauben und Menschen friedlich koexistieren können, braucht es sowohl die Aufklärung der Bevölkerung als auch flächendeckende Konzepte zur tierschutzgerechten Bestandsregulation.“

 Insbesondere Verschmutzungen durch Taubenkot an Gebäuden und die Angst vor der Übertragung von Krankheiten führen dazu, dass sich viele Menschen durch die großen Stadttaubenschwärme belästigt fühlen. Was viele nicht wissen: Die anpassungsfähigen und intelligenten Stadttauben sind Nachkommen entflogener Haustauben und die gesundheitliche Gefährdung ist nicht größer als durch andere Zier- und Wildvögel oder Haustiere.

 03Stadttaube KampagnenmotivBestandregulierung gelingt mit Taubenschlägen

Viele der angewandten Vergrämungsmethoden für Tauben stellen ein Tierschutzproblem dar. An Spikes verletzen sich immer wieder junge und unerfahrene Vögel, in Netzen können sich die Tiere verheddern und qualvoll zu Tode kommen. Dass Tauben abgeschossen oder eingefangen und getötet werden, ist zudem keine Seltenheit. Dieses Vorgehen ist weder tierschutzgerecht noch effektiv. Denn die Bestände erholen sich aufgrund des großen, aber nicht artgerechten Futterangebots in den Städten innerhalb weniger Wochen. Die einzige tiergerechte Lösung zur Bestandsregulierung gelingt mit Hilfe von betreuten Taubenschlägen, -häusern oder –türmen. Diese bieten den Tauben attraktive Nistmöglichkeiten, in denen gelegte Eier leicht durch Attrappen ausgetauscht werden können. Viele Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes betreiben bereits seit Jahren solche Taubenhäuser und stehen im Dialog mit den Gemeinden. „Mit der Kampagne wollen wir auch die wertvolle Arbeit der Vereine vor Ort unterstützen und weitere Kommunen davon überzeugen, diesen Weg zu gehen“, sagt Schröder.

Weitere Informationen zur Kampagne #RespektTaube und ein emotionales Taubenvideo finden Interessierte unter www.tierschutzbund.de/taubenschutz.

Bildunterschrift: Mit der Kampagne #RespektTaube und dem dazugehörigen Kampagnenmotiv will der Deutsche Tierschutzbund das Image der Stadttaube verbessern.

 

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Die Initiative Tierwohl führt zum 3.4. ein neues Siegel für Geflügelfleisch ein, das zeigt, dass das Fleisch auch aus einem teilnehmenden Betrieb stammt. Dazu 29Puten1kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:

„Das Konzept der Initiative Tierwohl basierte bisher ausschließlich auf Massenbilanzierung. Die Nämlichkeit, also die Nachverfolgbarkeit eines konkreten Produktes, spielte keine Rolle. Nach beständiger harter Kritik – u.a. durch den Deutschen Tierschutzbund und den Verbraucherzentrale Bundesverband - ändert sich dies nun. Allerdings nur bei Geflügel und auch nur bei Frischfleisch, nicht bei Wurst oder marinierten Produkten. Bei Schweinefleisch ist nach wie vor nicht klar, ob das Fleisch aus einem Stall mit mehr Tierwohl kommt - oder eben nicht. Die Verbraucher müssen lernen, dass es zwischen Schwein und Geflügel Unterschiede gibt. Die Verwirrung ist komplett. Hinzukommt, dass zusätzliche Verbraucherverwirrung dadurch entsteht, dass die Handelsunternehmen allgemeine Werbemaßnahmen im Laden aushängen, womit suggeriert wird, alles Fleisch käme aus Ställen mit mehr Tierwohl. Dabei sind Tierarten wie z.B. Rind noch überhaupt nicht in der Initiative Tierwohl integriert. Mit dieser PR-Taktik und mit der jetzt unterschiedlichen Bewerbung durch verschiedene Labels bei Schweine- und Geflügelfleisch betreibt die Initiative „Koma-Labelling“.

Grundsätzlich ist es gut und richtig, dass sich die Branche bewegt. Es ist gut, dass der Handel zahlt. Und es ist gut, dass sich Landwirte in kleinen Schritten öffnen. Aber diese Initiative versucht, sich den Titel der besten Tierschützer auf die Fahne zu schreiben und reklamiert das beste Niveau im Stall für sich. Aus Tierschutzsicht taugte die Initiative jedoch von Beginn an nicht: Die Grundanforderungen waren zu niedrig angesetzt, einfachste Maßnahmen, wie eine Handvoll Stroh in den Schweineställen oder die Einhaltung des gesetzlichen Standards von drei Prozent Licht, sind offensichtlich unüberwindbare Hürden. Der bunte Strauß an Einzelmaßnahmen, aus denen der Landwirt frei wählen kann, ist alles andere als zielführend. Die Initiative Tierwohl versteht sich selbst dennoch als Motor für Tierwohl. In Wahrheit aber stottert dieser erheblich und steht kurz vor dem Absaufen.“

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemitteilung vom 29.03.2018

Ferkelkastration

Appell an Politik: „Vierter Weg“ ist nicht gangbarFerkel

In einem Schreiben an die Landwirtschaftsminister von Bund und Ländern sowie an die Mitglieder des Landwirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestages fordert der Deutsche Tierschutzbund, am Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration ab 2019 festzuhalten. Der sogenannte „vierte Weg“, die Kastration mit Lokalanästhesie, darf aus Sicht des Verbandes keine Alternative sein.

„Obwohl die schweinehaltende und -vermarktende Branche lange genug Zeit hatte, sich auf das Verbot ab 2019 einzustellen, versucht sie nun, den „vierten Weg“, die Lokalanästhesie, als Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration durchzudrücken“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Eine Methodik, die den Anspruch nach Schmerzausschaltung bei der Kastration jedoch nicht erfüllt, kann und darf keine Alternative sein. Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen: Wenden Sie diese Methode ab und verhindern Sie einen Rückschritt im Tierschutz: Das Verbot ab 1.1.2019 muss gelten, wie es beschlossen wurde.“

Die 2013 vorgenommene Änderung des Tierschutzgesetzes zur Beendigung der betäubungslosen chirurgischen Kastration männlicher Ferkel stellt einen wichtigen Schritt zu mehr Tierschutz in der Schweinehaltung dar. Aus Tierschutzsicht müssen Schweine bis zu ihrem Lebensende unversehrt bleiben. Ist ein Eingriff am Tier unvermeidbar, so muss dieser unter Schmerzausschaltung erfolgen, Schmerzen nach der Operation müssen gelindert werden. Drei Alternativmethoden zur betäubungslosen Ferkelkastration haben sich bisher als praktikabel und tierschutzkonform herauskristallisiert: die Mast von unkastrierten Ebern, die Impfung gegen Ebergeruch (Immunokastration) und die chirurgische Kastration unter Vollnarkose und mit Schmerzmedikation. Der „vierte Weg“ ist dagegen unabhängig vom verwendeten Lokalanästhetikum ausdrücklich abzulehnen. Verschiedene Studien belegen, dass die Methode zusätzlich Schmerzen und Stress verursacht und den Schmerz während der Kastration nicht ausreichend ausschaltet. Zudem ist die Methodik technisch herausfordernd, da bei Fehlanwendung massive Nebenwirkungen, bis hin zum Tod des Tieres, auftreten können. Das oft von Verfechtern der Methode angeführte Argument, das Verfahren werde in anderen europäischen Staaten, etwa Norwegen oder Schweden, erfolgreich angewendet, versucht aus Sicht der Tierschützer über bestehende wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse hinwegzutäuschen. Denn auch Experten dieser Staaten äußern Kritik an Wirksamkeit und Praktikabilität.

Hinweis an die Redaktionen: Mit der europaweiten Kampagne #EndPigPain macht der Deutsche Tierschutzbund zusammen mit verschiedenen europäischen Tierschutzorganisationen und der Dachorganisation Eurogroup for Animals auf das tägliche Leiden von Schweinen aufmerksam: www.tierschutzbund.de/endpigpain.

Bildunterschrift: Ferkel

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

 

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemeldung 28.03.2018

Appell an die Bundesregierung: Haltung und Handel von Wildtieren strenger regeln

Wildwuchs im Wildtier-Markt muss dringend eingedämmt werden

16 Tier-, Natur- und Artenschutzverbände fordern die neue Bundesregierung auf, Haltung und Handel von Wildtieren strenger zu reglementieren. Bisher ist der Markt weitgehend unreguliert, es besteht dringender Handlungsbedarf. Auf Exotenbörsen und im Internet werden tausende Arten gehandelt. „Die Tiere werden allzu oft von Menschen gekauft, die deren Bedürfnissen nicht mal ansatzweise gerecht werden und die sich nicht ausreichend über die Haltung der Tiere informiert haben“, sagt Jana Hoger, Fachreferentin bei PETA. Häufig landen die Tiere in zu kleinen Terrarien oder Käfigen, oder werden falsch gefüttert. Viele Wildfänge sterben bereits zuvor während des langen Weges aus der Wildnis über Zwischenhändler, Transporten, Importeur und Großhandel.

Da viele Privathalter mit den Tieren nicht zurechtkommen, landen diese dann in Tierheimen und Auffangstationen, die bereits im vergangenen Jahr in einem gemeinsamen Brandbrief Alarm geschlagen haben. „Tierheime und Auffangstationen werden zunehmend mit exotischen Tieren wie Reptilien konfrontiert. In aller Regel sind sie auf die Haltung exotischer Tiere nicht eingestellt und kommen räumlich und finanziell an ihre Grenzen. Zudem gestaltet sich die Vermittlung an geeignete Halter schwierig“, so Dr. Henriette Mackensen, Leiterin des Heimtierreferats beim Deutschen Tierschutzbund.

Unter den gehandelten Tierarten sind auch Arten, die zum Teil in ihren Heimatländern streng geschützt sind. Hier in Deutschland können sie trotzdem legal gehandelt werden. „Die Tiere werden in ihrer Heimat illegal eingefangen und außer Landes geschmuggelt. So bald die Schmuggler in Deutschland sind, drohen ihnen keine Strafen mehr. Wildtierschmuggel wird so zum maximalen Profit bei minimalem Risiko. Diese Gesetzeslücke muss geschlossen werden, um dem Raubbau an der Natur Einhalt zu gebieten“, erklärt Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife.

Manche Arten werden für den Heimtierhandel fast ausgerottet. Viele Bestände in der Wildnis schrumpfen ohnehin und jede Entnahme für den Handel schwächt die Populationen weiter. "Für Wilderer ist das Plündern von Gelegen seltener Arten wie der Gang zum Geldautomaten. Der illegale Wildtierhandel ist in seiner Dimension mittlerweile dem Menschen-, Drogen- und Waffenhandel vergleichbar und somit bei weitem kein Kavaliersdelikt", beschreibt Ralf Schulte vom NABU die Situation.

Für die Menschen in Deutschland sowie für die heimischen Tiere und Pflanzen stellt der massenhafte Import von Wildtieren zudem eine Gefahr dar. Giftige Schlangen und Spinnen entkommen immer wieder aus Terrarien oder werden ausgesetzt. Außerdem übertragen exotische Tiere fallweise potenzielle Krankheitserreger wie Salmonellen oder Pilze wie den Salamanderfresser, der für heimische Salamander und Molche eine tödliche Gefahr ist. Andere Arten bergen invasives Potential und können sich hier in freier Natur vermehren und verbreiten, so wie dies bereits bei den Buchstaben-Schmuckschildkröten geschehen ist.

„Die genannten Probleme sind längst bekannt. Schon in der letzten Legislatur waren Verbesserungen angekündigt, aber leider folgte diesen Ankündigungen so gut wie nichts Konkretes. Ein weiteres Verschleppen von dringend notwendigen Regelungen durch die Bundesregierung ist nicht nur unverständlich, es ist unverantwortlich“, so Undine Kurth, Vizepräsidentin des Deutschen Naturschutzringes.

Aufgrund der Vielzahl an Problemen fordern die Verbände:

1. eine Liste mit Tierarten, die für eine private Haltung geeignet sind, verbunden mit einem verpflichtenden Sachkundenachweis für Halter von Wildtieren

2. den Verkauf von Wildtieren auf Börsen zu verbieten. Gewerbliche Händler müssen von Tierbörsen ausgeschlossen werden.

3. den Verkauf von lebenden Tieren über das Internet sowie deren Versand zu verbieten

4. ein Importverbot für Wildfänge auf EU-Ebene

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Pressemeldung  16.02.2018

 EU-Kommission verharmlost Lebendtiertransporte

 Der Deutsche Tierschutzbund warnt davor, die Brisanz von Lebendtiertransporten in Drittländer und das damit verbundene Tierleid herunterzuspielen. Die EU-Kommission hatte Anfang der Woche geäußert, den Export lebender Tiere nicht einschränken zu wollen. Die Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der EU-Kommission veröffentlichte kurz zuvor einen Bericht zur Bewertung des Tierschutzes während des Transportes von Tieren in Drittländer. Obwohl nicht die Tiertransporte selbst und damit die tatsächlichen Bedingungen während der Transporte, sondern lediglich eine Dokumentenprüfung durchgeführt wurde, wird der Eindruck erweckt, dass ein ausreichender Schutz der Tiere gewährleistet ist und die Transporte reibungslos funktionieren.

„Wie es den Tieren wirklich geht, wenn sie tagelang bei unsäglicher Hitze auf einem Transporter verbringen müssen und welche Qualen sie dabei erleiden müssen, wurde nicht überprüft“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Das wirkliche Ausmaß der Transporte und das Leid für die Tiere wird in diesem Bericht zu Unrecht heruntergespielt.“

Auf eine schriftliche Anfrage der Europaabgeordneten Ulrike Müller und Jan Huitema (ALDE) hatte sich der zuständige EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis dahingehend geäußert, dass der „Handel mit lebenden Tieren integraler Bestandteil der modernen Landwirtschaft“ sei. Die Kommission zieht daher nicht in Erwägung, die Ausfuhr lebender Tiere einzuschränken. „Es ist enttäuschend und nicht nachvollziehbar, dass die Kommission dies so rigoros ausschließt“, sagt Schröder. „Zwar erkennt sie die Tierschutzproblematik an und will sich für einen verbesserten Schutz der Tiere einsetzen. Es müssen jedoch endlich Taten folgen. Solange es diese unnötigen Transporte gibt, müssen die EU-Staaten gewährleisten, dass Tierschutzvorgaben und damit EU-Recht bis zum Bestimmungsort der Tiere eingehalten werden – so wie es der Europäische Gerichtshof in einem Urteil bereits 2015 festgelegt hatte. Das ist mittels Dokumentenprüfung nicht zu schaffen.“

Kritik gibt es von Seiten des Deutschen Tierschutzbundes auch für den Bundesverband Rind und Schwein. Dieser bemüht sich nach eigenen Angaben aktuell darum, „wieder Vertrauen in das System Langstreckentransporte“ herzustellen. „Statt das Image der Transporte wieder aufzupolieren, sollte auch die Branche daran interessiert sein, langfristige Lösungen zu finden“, sagt Schröder. Dazu zählen aus Sicht der Tierschützer die Stärkung regionaler Strukturen, der Transport von Fleisch bzw. Samen von Zuchttieren anstelle lebender Tiere sowie die Rückkehr zu Zweinutzungsrassen.

Mit freundlichen Grüßen

Presseabteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Raste 10

D-53129 Bonn

Ein Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers, Euskirchen-Eifel, vom 10.03.2016"Animal Hoarding" Veterinäramt befreit 27 verwahrloste Tiere in EuskirchenFoto: pp / Kölner Stadt-Anzeiger vom 10.03.2016

Foto: pp / Kölner Stadt-Anzeiger vom 10.03.2016

Mitarbeiter des Veterinärmt in Euskirchen haben 27 Tiere aus einer Wohnung in Bürvenich befreit.

Dabei handelte es sich um einen besonders schweren Fall von "Animal Hoarding", dem krankhaften Horten von Tieren.

Euskirchen -

Dr. Jochen Weins hat schon viel gesehen, was den unsachgemäßen Umgang mit Tieren angeht. Doch das Bild, das sich ihm und seinen Kollegen in einer Wohnung in Bürvenich bot, hat den Kreisveterinär nach eigenem Bekunden erschreckt.

Weiterlesen: "Animal Hoarding" Veterinäramt befreit 27...

Ein Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers, Euskirchen-Eifel, vom 08.03.2016p002 0 34 01

Foto: Steinicke

Von Tom Steinicke

Geht es nach Tierschützern, sollten Freigänger-Katzen verpflichtend kastriert werden.

Tierheime platzen aus allen Nähten.

Aus einem Katzenpaar konnen in zehn Jahren 80 Millionen Nachkommen hervorgehen - auf Generationen verteilt.
Mit der Kastrationspflicht konne auch Geld gespart werden.

Weiterlesen: Tierschützer fordern Kastrationspflicht für...

Bonn, Pressemeldung vom 09.02.2015Gericht kippt Ende des Kükentötens in NRW

Gericht kippt Ende des Kükentötens in NRW - Bundesminister Christian Schmidt nun gefordert

Das Verwaltungsgericht (VG) Minden hat dem Land Nordrhein-Westfalen untersagt, per Erlass das Töten männlicher Eintagsküken zu verbieten. Laut Gericht hat der Bundesgesetzgeber im Tierschutzgesetz keine Ermächtigungsgrundlage für einen solchen Erlass geschaffen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt daher auf, schnell zu reagieren und das Tierschutzgesetz zu ändern. Nur so kann das Töten von ca. 45 Millionen lebensfähiger männlicher Küken in Deutschland beendet werden.

Weiterlesen: Gericht kippt Ende des Kükentötens in NRW

Kreis Euskirchen, 08.10.2014 - Ein Bericht der Kölnischen Rundschau vom 08.10.2014

JAGDGESETZ

Von Manfred Reinnarth

Das Umweltministerium in NRW hat mit Hinweis auf ein „neues Ökologisches Jagdgesetz“ vor der üblichen Bekanntgabe die Zahlen abgeschossener Katzen veröffentlicht. Die Frist zur Stellungnahme endet am 14. Oktober.

7595 „wildernde Katzen“ sind laut NRW-Umweltministerium im Jagdjahr 2013/14 landesweit geschossen worden. Das Jagdjahr endet jeweils Ende März. Im Kreis Euskirchen sind von der Unteren Jagdbehörde für diesen Zeitraum laut Kreis-Pressesprecher Walter Thomaßen 92 Katzen zur Jagdstrecke gemeldet worden. Laut Ministerium ist die Jagdstrecke für Katzen nun erstmals nach Regierungsbezirken und Kreisen aufgeschlüsselt bekanntgegeben worden. Demnach gab es im Regierungsbezirk Köln mit 476 die wenigsten Abschüsse von Katzen. Die meisten Katzen seien in Borken geschossen worden: 1406 Tiere.

Lesen Sie den kompletten Bericht:

> der Kölnischen Rundschau vom 08.10.2013 (Internet)

> der Kölnischen Rundschau vom 11.03.2014 (.pdf-Datei)

Bonn, 11.09.2014jagdmotiv gross

Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes vom 04.09.2014

NRW-Jagdgesetznovelle: Beginn der Jagd auf Blässhühner zeigt Irrsinn der Jagd auf

Die rot-grüne Landesregierung hat angekündigt, das Landesjagdgesetz noch im September in die politische Abstimmung zu geben. Aus Tierschutzsicht ist Eile geboten: Mit dem heutigen Beginn der Jagdzeit auf Blässhühner in Nordrhein-Westfalen werden Tausende Tiere ohne den gemäß Tierschutzgesetz notwendigen "vernünftigen Grund" sinnlos getötet. Dieses Beispiel steht stellvertretend für eine veraltete und geradezu irrsinnige Jagdgesetzgebung. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Nordrhein-Westfalen fordern ein ökologisches, nachhaltiges und am Tierschutz ausgerichtetes Jagdrecht.

Weiterlesen: Beginn der Jagd auf Blässhühner zeigt Irrsinn der...

Bonn, 04.09.2014p002 0 30 01

Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes vom 04.09.2014

115.000 Bundesbürger sagen „NEIN“ zur industriellen Intensivtierhaltung - Tierschutzkampagne Artgerecht fordert Gesetzesänderungen für Tiere in der Landwirtschaft

„So nicht !“, sagen immer mehr Bundesbürger zur herkömmlichen industriellen Intensivtierhaltung. Immer mehr Menschen wissen um die erschreckenden, gleichwohl „normalen“ Missstände in den Produktionsstätten, und damit steigt der Widerstand. 115.000 Personen aus ganz Deutschland haben die gemeinsame Aktion des Deutschen Tierschutzbundes und des Kulturfestivals Tollwood „Artgerecht – Lasst die Tiere, wie sie sind“ unterschrieben.

Weiterlesen: Unterschriftenübergabe

Bonn, 04.09.2014140904 pm 1

Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes vom 04.09.2014

Schlachtung trächtiger Tiere, Verstöße bei Tiertransporten und Kennzeichnung von Fleisch – Gesetzlich sanktionierte Tierqual ist Alltag in Deutschland, großer Handlungsbedarf besteht

Anlässlich der heutigen Agrarministerkonferenz (AMK) in Potsdam fordert der Deutsche Tierschutzbund klare Signale für mehr Tierschutz. Die Tagesordnung bietet laut Medienberichten mehrere Chancen: So hofft der Verband, dass die Forderung der Agrarminister von Niedersachsen und Baden-Württemberg, Christian Meyer und Alexander Bonde, Fleischprodukte mit Informationen zur Haltungsform besser zu kennzeichnen, ebenso durch die AMK angenommen wird, wie ein Schlachtverbot trächtiger Rinder. Die Länderagrarminister diskutieren auch über das Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP).

Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an die Minister, gegen ein Unterlaufen von europäischen Tierschutz-Standards im Rahmen der Verhandlungen zu kämpfen. Gerade heute wurde eine von den Grünen in Auftrag gegebene Zusammenstellung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages veröffentlicht, wonach es massive Tierschutzverstöße im Bereich der Tiertransporte gibt. Das Thema muss intensiv auf der AMK diskutiert werden, fordert der Deutsche Tierschutzbund.

Lesen Sie die komplette Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes:

> Pressemitteilung vom 04.09.2014

Mechernich, 28.04.2014p002 0 28 01

Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes vom 28.04.2014

Anlässlich des heutigen Tages gegen Tiertransporte (1.7.) erinnert der Deutsche Tierschutzbund an die Qualen, die Tiere tagtäglich auf Europas Straßen erleiden müssen - ein Ende ist nicht in Sicht. Erst kürzlich hat die EU-Kommission angekündigt, dass sie derzeit keine Änderung der EU-Transport Verordnung plant. Der Verband kritisiert diese Haltung scharf, da eine Verbesserung der Verordnung in den Punkten Transportzeit und Ladedichte längst überfällig ist. Zudem werden die unzureichenden Bestimmungen nach wie vor zu wenig kontrolliert, Verstöße oft nicht konsequent genug geahndet.

Weiterlesen: Tag gegen Tiertransporte: Tierquälerei auf Europas...

Mechernich, 28.04.2014

Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes vom 28.04.2014

Der Deutsche Tierschutzbund hat auf deutschen Autobahnen Unterstützung im Kampf gegen Tiertransporte: Ab sofort fahren LKWs mit dem Motiv „Mein Weg in den Tod ist die Hölle“ durch die Bundesrepublik. Ein Video-Podcast zeigt das „Making-of“ und die ersten Fahrten der LKW auf den Autobahnen. Milliarden Tiere werden jährlich über Europas Straßen gekarrt, der Deutsche Tierschutzbund fordert deutliche Verbesserungen bei Transportdauer, Ladedichte und ein Ende der Multidecktransporte.

Weiterlesen: Auf Achse und auf Video: Tierschutzbund-Motiv gegen...

Mechernich, 11.03.2014

Die rot-grüne Landesregierung hat in den vergangenen Jahren viele Tierheime in NRW gefördert. Seit 2011 wurden jährlich Landesmittel bereitgestellt. Das Mechernicher Tierheim erhielt im vergangenen Jahr aus diesem Topf 38.000 Euro.

Mechernich.Mechernicher Tierheim hatte Gäste. Die Grünen-Landtagsabgeordnete Gudrun Zentis besuchte mit der Grünen-Kreissprecherin Nathalie Konias die Mechernicher Schutzstation für Tiere. Die Tierheime übernähmen in den Kommunen eine wichtige Funktion, begründete Zentis ihren Besuch. Begutachten wollte die Politikerin auch, wie die im vergangenen Jahr bereitgestellten Fördermittel eingesetzt worden sind.

Die rot-grüne Landesregierung habe in den vergangenen Jahren viele Tierheime in NRW gefördert, so Zentis. Seit 2011 wurden jährlich Landesmittel in Höhe von 500?Euro bereitgestellt. Das Mechernicher Tierheim erhielt im vergangenen Jahr aus diesem Topf 38?Euro. „Dieses Geld haben wir für die Fotovoltaik-Anlage und Fliesenarbeiten am Katzenhaus eingesetzt“, berichtete Reiner Bauer, Vorsitzender des Tierschutzvereins. Zusätzlich habe das Tierheim 1000 Euro für Katzenkastrationen vom Land bereitgestellt bekommen.

Lesen Sie den kompletten Bericht:

> der Kölnischen Rundschau vom 11.03.2014 (Internet)

> der Kölnischen Rundschau vom 11.03.2014 (.pdf-Datei)

Mechernich, 06.03.2014

Standortältester der Mechernicher Bleibergkaserne übergibt Katzen-Futterstation an den Tierschutzverein - Kastrations- und Chip-programm erfolgreich - Helfer zum Betreiben der Futterstation gesucht

Mechernich - "Die Lösung, die wir gemeinsam beschlossen hatten, ist wirkungsvoll", freute sich der Standortälteste der Mechernicher Bleibergkaserne, Oberstleutnant Dietmar Brüders, bei der Übergabe einer so genannten Katzen-Futterstation an Reiner Bauer, den Vorsitzenden des Tierschutzvereins Mechernich. Die Futterstation steht knapp außerhalb des umzäunten Militärgeländes.

Weiterlesen: Eine gute Lösung gefunden

Kreis Euskirchen, 25.01.2014

Zahlreiche Kommunen im Kreis Euskirchen überweisen Fundtiere an Pflegestellen, die nicht über die gesetzlich vorgeschriebenen Qualifikationen verfügen. Einzig das Tierheim Mechernich erfüllt die Auflagen und könnte Abhilfe schaffen.

Alle elf Städte und Gemeinden des Kreises Euskirchen haben sich prinzipiell bereit erklärt mitzumachen, dennoch ist das angestrebte Kreistierheim noch nicht beschlossene Sache. Die Tücke steckt im Detail, Hauptknackpunkt ist einmal mehr das Geld. Das Kreisveterinäramt muss noch einige Fragen klären. Die Antworten sollen in einer Bürgermeisterkonferenz vorgelegt werden, die voraussichtlich im Februar über die Bühne gehen wird.

Das ist die Quintessenz einer Gesprächsrunde, an der am Donnerstag die Chefs der Ordnungsämter, einige Beigeordnete und die Leitung des Kreisveterinäramtes teilnahmen. Über den Verlauf des Treffens im Kreishaus wurde zwar Stillschweigen vereinbart. Dennoch sickerte durch, wohin die Reise in Sachen Kreistierheim gehen könnte. Dass eine Lösung schleunigst gefunden werden muss, ist nach Erkenntnissen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ unbestritten.

Lesen Sie den kompletten Bericht des

> Kölner Stadt-Anzeigers vom 25.01.20914 im Internet

> Kölner Stadt-Anzeigers vom 25.01.2014 als .pdf-Datei

Mechernich, Januar 2014

Tierschutzverein Mechernich legt Jahresbilanz 2013 vor - Vertragsverlängerung mit der Stadt bis 2030 – Erneut mehr Fälle wegen finanzieller Engpässe bei den Tierhaltern – Umsetzen der Kreisauflagen – Entscheidung über Kreistierheim soll im April fallen

Das zurückliegende Jahr brachte für den 1988 gegründeten Mechernicher Tierschutzverein gleich zwei Jubiläen mit sich: das 20-jährige Bestehen des Tierheimes und die Vereinsgründung vor 25 Jahren. Zugleich besiegelten Tierschützer und Stadt ihre Zusammenarbeit, denn mit der Zustimmung des Mechernicher Stadtrates wurde der Vertrag für das Mechernicher Tierheim in Burgfey bis zum Jahr 2030 verlängert. Im Rahmen der Vertragsunterzeichnung lobte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sowohl die hervorragende Arbeit der Mannschaft um den Tierschutzvereins-Vorsitzenden Reiner Bauer als auch das „sehr gedeihliche Miteinander“ von Stadt und Tierschützern.

Wie umfassend deren meist ehrenamtliches Engagement in der Tat ist, belegt nun einmal mehr der Jahresbericht 2013. „Auch im vergangenen Jahr haben wiederum die Fälle zugenommen, in denen Besitzer ihre Tiere aus finanziellen Gründen abgeben mussten“, berichtet Reiner Bauer.Insgesamt wurden im zurückliegenden Jahr 179 Katzen, 103 Hunde, 15 Zwergkaninchen, zehn Tauben, zwei Farbmäuse, eine Schildkröte, eine Schwalbe, eine Kornnatter, eine Wachtel und eine Rabenkrähe aufgenommen.

Lesen Sie hier den kompletten Bericht:

> der Agentur ProfiPress vom 02.01.2014 (.pdf-Datei)

> des Tierschutzvereins Mechernich (.pdf-Datei)

Kreis Euskirchen / Mechernich, 20.12.2013

Kreisveterinäramt, Stadt und Tierschutzverein Mechernich arbeiten erfolgreich zusammen - 46 Mechernicher Streuner in diesem Jahr kastriert

Herrenlose Hauskatzen, die herumstreunen, krank sind und sich unkontrolliert vermehren, sind ein Problem, das auch die Stadt Mechernich kennt. "Katzenplagen" gibt es laut Johannes Schnichels, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Stadt Mechernich, vor allem auf dem Gelände der Bleiberg-Kaserne und im Bereich Marienau sowie in anderen Ortsrandlagen. "Die Tiere werden immer dort zum Problem, wo sie gefüttert werden", so Schnichels. Für die Tierliebe der zweibeinigen Futterspender zeigt er indes Verständnis: "Die Leute meinen es gut."

Da die Tiere so verwildert sind, dass sie in menschlicher Obhut - sei es Tierheim oder Privatwohnung - nicht mehr artgerecht gehalten werden könnten, hat das Kreisveterinäramt in Zusammenarbeit mit den Ordnungsämtern der Kommunen und den Tierschutzvereinen vor fünf Jahren eine Regelung getroffen, die als vorbildlich angesehen werden kann und bundesweit einzigartig ist, wie Walter Thomaßen, Pressesprecher des Kreises Euskirchen, informiert.

Lesen Sie hier den kompletten Bericht:

> der Agentur ProfiPress vom 20.12.2013 (.pdf-Datei)

Kreis Euskirchen, 03.08.2013

Im kommenden Jahr soll im Kreis ein zentrales Tierheim eröffnet werden. Alle sechs Vereine und Heime im Kreis sind damit einverstanden, dass Aufnahme und Suche von Tieren demnächst nur noch über das Tierheim Mechernich laufen.

Der beim Kreis zuständige Geschäftsbereich II (GB II) entwickelte ein Modell für ein solches Kreistierheim und stellte dies vor einiger Zeit Tierschutzvereinen und Tierheimvertretern vor. Am Ende, so betonte auf Anfrage Walter Wolff vom GB II, „haben alle sechs Vereine und Heime unterschrieben, dass sie mit diesem Konzept einverstanden sind“. Mit im Boot sind die Tierheime in Mechernich-Burgfey und in Kall.

Arbeitsgruppe gebildet

Den Anlass hatte laut Wolff das Auslaufen des bisherigen Vertrages mit dem Tierheim Mechernich geliefert.

Weiterlesen: Kreis bekommt zentrales Tierheim

Bonn, 26.06.2013

Eine Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes e.V.

Nach Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen will das Saarland als viertes Bundesland die Tierschutz-Verbandsklage einführen. Der Landtag berät einen entsprechenden Gesetzesentwurf der Landesregierung am Mittwoch in zweiter Lesung. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Saarland begrüßen diesen Schritt ausdrücklich. Die bundesweite Einführung dieses Instruments ist aus Sicht der Verbände damit nicht mehr aufzuhalten. Um für einheitliche Rechtsverhältnisse in ganz Deutschland zu sorgen, müsse jetzt auch die Bundesregierung einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. Im Saarland soll es künftig auch einen Landesbeauftragten für Tierschutz geben.

Die komplette Pressemitteilung als .pdf-Datei zum > Download

Mechernich, 23.04.2013

Aktion der Bonner Künstler Simon Horn und Stefan Vogt wird beim „Maifest“ der Öffentlichkeit vorgestellt – Trödel, Verlosung, Leckereien und ein Konzert mit „Rainer Wahnsinn“

Das Mechernicher Tierheim in Burgfey feiert am Sonntag, 5. Mai, von 11 bis 17 Uhr sein Maifest. Höhepunkte sind die Vorstellung des künstlerisch neugestalteten Tierheims und der Auftritt der Mechernicher Sacro-Pop-Band „Rainer Wahnsinn“ gegen 13.30 Uhr.

> Bericht der Agentur ProfiPress vom 23.04.2013

Mechernich, 04.03.2013

Ein Glückwunsch an die Rekordhalterin kommt einem nicht über die Lippen. Stacey lebt seit über siebeneinhalb Jahren im Mechernicher Tierheim. Am 23.August 2005 wurde der Staffordshire-Terrier aus Euskirchen aufgenommen. Auf eine längere Verweildauer in dem Tierasyl in Burgfey hat es noch kein Vierbeiner gebracht. Stacey war und ist aufgrund der Einstufung ihrer Rasse als Kampfhund nicht vermittelbar. Aber in Mechernich gehen tierliebende Menschen wie Maria Höhn immerhin jeden Tag mit der etwa elfjährigen Hündin ein paar Stunden spazieren. Weiß der Himmel, was aus Stacey geworden wäre, wenn es 2005 das Tierheim nicht gegeben hätte.

> Ein Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers vom 04.03.2013 (Internet)

> Ein Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers vom 04.03.2013 (.pdf-Datei)

Bonn, 28.02.2013

Schon seit einigen Jahren unterstützt Rentner Peter Schmitz den Mechernicher Tierschutzverein durch Benefiz-Radtouren. Im Sommer 2012 startete er erneut zu einer 1400-Kilometer-Fahrt: Start war die Fressnapf-Filiale in Memmingen, Ziel war die Zentrale der Fressnapf-Klinger GmbH in Erftstadt-Lechenich, wo die Firma und Sponsor Jacky Klinger den Power-Radfahrer nach 67 Stunden und 28 Minuten mit einem Fest empfingen.

> Artikel aus der Zeitschrift "du und das tier" vom 28.02.2013

Mechernich, 18.01.2013

ENGAGEMENT Der Tierschutzverein und sein Heim feiern Jubiläum – 1,75 Millionen Euro aufgewendet

Mechernich. Ein Glückwunsch an die Rekordhalterin kommt einem nicht über die Lippen. Stacey lebt seit über siebeneinhalb Jahren im Mechernicher Tierheim. Am 23. August 2005 wurde der Staffordshire-Terrier aus Euskirchen aufgenommen. Auf eine längere Verweildauer in dem Tierasyl in Burgfey hat es noch kein Vierbeiner gebracht. Stacey war und ist aufgrund der Einstufung ihrer Rasse als Kampfhund nicht vermittelbar. Aber in Mechernich gehen tierliebende Menschen wie Maria Höhn immerhin jeden Tag mit der etwa elfjährigen Hündin ein paar Stunden spazieren. Weiß der Himmel, was aus Stacey geworden wäre, wenn es 2005 das ierheim nicht gegeben hätte.

> Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers vom 18.01.2013

Mechernich, 04.01.2013

Reiner Bauer legt Arbeitsbericht 2012 des Tierschutzvereins Mechernich vor und beklagt, dass etliche Tierheime in Deutschland kurz vor dem finanziellen Kollaps stünden

Der Vorsitzende des Tierschutzvereins Mechernich, Reiner Bauer, hat jetzt seinen Arbeitsbericht für das Jahr 2012 vorgelegt. Auf dem Gelände des Tierheims in Mechernich wurde 2012 der Gastank auf einen neuen Stellplatz umgesetzt, da der alte Platz, an dem der Gastank 19 Jahre gestanden hatte, vom TÜV bemängelt worden war. Weiterhin wurde eine neue Zaunanlage am Pferdestall in Richtung Bahnseite errichtet. "Im nächsten Jahr besteht unser Tierheim schon 20 Jahre, und wir haben damit begonnen, die Tierunterkünfte neu und farblich zu gestalten", so Reiner Bauer. Die gesamten Holzanlagen im Außenbereich des Tierheimes wurden bereits neu gestrichen. In den Hundefreiläufen mussten für 7.000 € beschädigte Zäune erneuert werden.

> Bericht der Eifeler Presse Agentur vom 04.01.2013

Mechernich, 03.01.2013

Mechernicher Tierschutzverein legt Jahresbericht 2012 vor - Immer mehr Menschen geben Tiere aus finanziellen Gründen ab - Tierheim kann nicht alle Tiere aufnehmen - Vermittlungshilfe als Alternative

Im Jahr 2012 haben sich erneut die Fälle dramatisch verstärkt, in denen Besitzer ihre Tiere aus finanziellen Gründen abgeben wollten. Das berichtet der Leiter des Mechernicher Tierschutzvereins Reiner Bauer jetzt in seinem Jahresbericht. "Um alle die Tiere auf nehmen zu können müsste unser Tierheim doppelt so groß sein - und selbst dies würde dann auch noch nicht reichen", so Bauer. In solchen Fällen böte der Mechernicher Verein dann die so genannte Vermittlungshilfe an, unter anderem auch über die Notfallseite der Internetpräsenz www.tierheim-mechernich.de. Insgesamt konnten so im vergangenen Jahr 30 Hunde und 48 Katzen privat vermittelt werden.

> Bericht der Agentur ProfiPress vom 03.01.2013

Mechernich, 29.08.2012

Die Fressnapf Klinger GmbH unterstützte die diesjährige Benefiz-Radtour des Kaller Peter Schmitz zugunsten des Tierheimes Mechernich.

Zugunsten des Mechernicher Tierheimes saß der Kaller Peter Schmitz erneut mehr als 1.400 Kilometer im Fahrradsattel. Am 23. Juni startete der sportliche Tierfreund seine Benefiztour bei der Fressnapf Klinger GmbH in Memmingen/Allgäu, am 7. Juli erreichte er nach 67 Stunden und 28 Minuten reiner Fahrzeit und um vier Kilogramm Körpergewicht leichter sein Ziel, die Zentrale der Fressnapf Klinger GmbH in Erftstadt-Lechenich.

Beim „Tag der offenen Tür“, der kürzlich im Mechernicher Tierheim stattfand, überreichten Schmitz und Sponsor Jacky Klinger nun die stolze Summe von 5.000 Euro an Reiner Bauer, Vorsitzender des Tierschutzvereins Mechernich. Die Fressnapf Klinger GmbH unterstützte die Aktion mit Geld- und Sachspenden sowie einem großen Fest auf dem Firmengelände in Erftstadt-Lechenich. Mit dem Geld kann der Tierschutzverein Mechernich dringend erforderliche Reparaturen an rund 100 Metern Zaun vornehmen.

> Bericht der Agentur ProfiPress vom 29.08.2012

Mechernich, 26.06.2012

Noch immer erleiden Millionen von Tieren Höllenqualen bei Tiertransporten. Unbegrenzte Transportzeiten, qualvolle Enge, drückende Hitze und unerträglicher Durst - so sieht die Realität bei Transporten lebender Tiere in Europa nach wie vor aus. Anlässlich des Aktionstages gegen Tiertransporte am 1. Juli fordert der Tierschutzverein Mechernich e.V., die grauenhaften Zustände zu beenden. Die angekündigte Überarbeitung der EU-Transportvorschriften hinsichtlich der Transportzeiten und Ladedichten muss kompromisslos an den Bedürfnissen der Tiere ausgerichtet sein und endlich zu einer Verbesserung aus Tierschutzsicht führen, so der Verein weiter.

> Unsere Pressemitteilung vom 26.06.12

Mechernich, 27.04.2012

Nennen wir die Miezekatze der Einfachheit halber einmal Susi. Ob sie überhaupt einen Namen hat, ist unbekannt, und man kann durchaus unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob der Freitag, 13. April, für Susi ein Unglückstag war oder nicht. Einerseits ist es für niemanden sonderlich lustig, Opfer eines Verkehrsunfalls zu sein. Andererseits hat Susi richtig Schwein gehabt. Denn die Miezekatze war zwar an besagtem Freitag von einem Auto angefahren worden, hatte den Zusammenprall aber wie durch ein Wunder überlebt - und das, einer Zeugenaussage zufolge, ohne größere Blessuren davongetragen zu haben.

Der Spoiler eines BMW war da weniger robust. Durch die Karambolage hatte das aerodynamische Bauteil - das bei Autos den Auftrieb verringern soll, aber im Fall eines Zusammenpralls bei Katzen das Gegenteil bewirkt - einige Schrammen abbekommen. Susi war durch die Luft gewirbelt worden, und der Spoiler war im Eimer. "Die Schadenshöhe soll angeblich bei 400 Euro liegen", so Reiner Bauer. Und die soll nun der Mechernicher Tierschutzverein als Betreiber des Tierasyls berappen.

> Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers vom 27.04.2012

Mechernich, Januar 2012

Mechernicher Tierschutzverein legt Jahresbericht 2011 vor - "Dramatische Entwicklung": Immer mehr Menschen geben Tiere aus finanziellen Gründen ab - Delegation aus Korea besuchte das Mechernicher Tierheim

In seinem Bericht über das Jahr 2011 spricht der Leiter des Mechernicher Tierschutzvereins, Reiner Bauer, von einer "dramatischen Zunahme" der Fälle, in denen Menschen ihre Tiere aus finanziellen Gründen abgeben.

"Um all diese Tiere aufnehmen zu können", erläutert Bauer, "müsste unser Tierheim doppelt so groß sein - und auch dies würde noch nicht reichen." Der Tierschutzverein habe daher die so genannte Vermittlungshilfe verstärkt. Insgesamt konnten 2011 auf diese Weise 42 Hunde und 87 Katzen privat vermittelt werden.

> Bericht der Agentur ProfiPress vom 04.01.2012

> Bericht der Kölnischen Rundschau vom 05.01.2012

> Unser Arbeitsbericht für das Jahr 2011

Bonn, 21.11.2011

Der Deutsche Tierschutzbund hat gegen einen Schlachtbetrieb in Haren (Niedersachsen) eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück wegen Tierquälerei gestellt. Verdeckt gedrehtes Filmmaterial, das dem Verband zugespielt wurde, dokumentiert gravierende Missstände und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Mitarbeiter des Betriebes misshandelten verletzte Schweine und Rinder beim Transport und bei der Schlachtung: Schweine werden gewaltsam auf den Hänger bugsiert, gezogen, geworfen, mit dem Elektrotreiber malträtiert, Rinder am Schwanz aus dem Stall gezogen und mit einer Seilwinde auf den Transporter geschleift. Bis zur Schlachtung blieben die Tiere trotz ihrer Verletzungen teilweise stundenlang auf dem Anhänger liegen, ohne Wasser und ohne Einstreu. Auch die Schlachtung wurde stümperhaft durchgeführt. Der Verband fordert eine zügige Aufklärung und harte Strafen und weist auf die systemimmanenten Probleme hin.

> Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes vom 21.11.2011

Mechernich, 01.11.2011

Anlässlich des am 06. November beginnenden dreitägigen islamischen Opferfestes (Kurban Bayrami) appelliert der Tierschutzverein Mechernich an die muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, Tiere nur nach vorheriger Betäubung zu schlachten.

Die Tierschützer lehnen jedes Schlachten ohne Betäubung (Schächten) strikt ab, da es aus Sicht des Tierschutzes mit erheblichen und vermeidbaren Qualen für die Tiere verbunden ist. Schächten ist grundsätzlich verboten, Ausnahmeregelungen von diesem Verbot sind an strenge Genehmigungsverfahren sowie strikte Auflagen geknüpft.

> Unsere Pressemitteilung vom 01.11.2011

Mechernich, 30.10.2011

Tierschutzverein Mechernich e.V. fordert Reform des Bundesjagdgesetzes

Anlässlich des StHubertustags am 3. November gedenken und danken auch in diesem Jahr die Jäger wieder ihrem SchutzheiligenIn den Messen sie können sich den kirchlichen Segen für ihr Töten von Millionen Wildtieren und Hunderttausenden Hunden und Katzen geben lassen.

Anlässlich des St. Hubertustags fordert der Tierschutzverein Mechernich die Kirchen auf, sich nicht länger in den Dienst des Tötens zu stellen. Zugleich appelliert er an die Politik, das Bundesjagdgesetz endlich an die Belange des Tier- und Naturschutzes und neue gesellschaftsethische Ansprüche anzupassen.

> Unsere Pressemitteilung vom 30.10.2011

Bonn, 14.10.2011

Im Bundesrat wurde heute positiv über einen Antrag Thüringens zur Schaffung einer einheitlichen Regelung zur Unterbringung von Fundtieren abgestimmt. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landestierschutzverband in Thüringen begrüßen die Entscheidung des Bundesrates. Die Länder fordern die Bundesregierung damit auf, eindeutige gesetzliche Grundlagen zur Unterbringung von Fundtieren zu schaffen. "Wir erwarten, dass die Bundesregierung dieses Votum aus dem Bundesrat zügig umsetzt. Wir stehen für Gespräche bereit", kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die heutige Entscheidung. Und erklärt gemeinsam mit Gerd Fischer, Vorsitzendem des Landestierschutzverbandes Thüringen: "Die Tierheime übernehmen mit der Fundtierbetreuung eine staatliche Aufgabe, ohne dafür eine kostendeckende Erstattung zu bekommen. Das ist eine der Hauptursachen dafür, dass viele Tierheime in Existenznot sind. Die kommunalen Spitzenverbände verweigern eine bundesweit einheitliche Regelung. Also muss der Gesetzgeber handeln."

> Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes vom 14.10.2011

Bonn, 14.10.2011

Im Bundesrat wird heute final über einen Antrag Thüringens zur Schaffung einer einheitlichen Regelung zur Unterbringung von Fundtieren abgestimmt. Der federführende Ausschuss für Agrarpolitik und Verbraucherschutz sowie der Rechtsausschuss empfehlen die Annahme des Antrags. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landestierschutzverband in Thüringen begrüßen die Initiative und erwarten partei- und länderübergreifende Zustimmung.

> Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes vom 14.10.2011

Bonn, 19.09.2011

Eine Info des Deutschen Tierschutzbundes

Das Bundesverfassungsgericht hat nach einer Klage der Landesregierung Rheinland-Pfalz die Regelungen für die Haltung von Legehennen in Kleingruppenkäfigen am 12.10.2010 für nichtig erklärt. Bundesministerin Ilse Aigner ist nun gefordert, den Teil Legehennen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung bis zum 31.03.2012 neu zu regeln. Am kommenden Freitag, 23.09.2011, stellt sie ihren Verordnungsentwurf im Bundesrat zur Abstimmung. Danach plant das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) eine Verlängerung der Käfighaltung noch bis 2035. Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg haben bereits Änderungsanträge eingereicht.

Auch aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes beinhaltet der sogenannte Bestandsschutz für bestehende Käfiganlagen eine inakzeptabel lange Frist und verlängert die tierquälerische Käfighaltung über Jahrzehnte. In einer Pressekonferenz wird der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, die Kritik am Verordnungsentwurf der Bundesregierung erläutern. Zudem wird der Verband in diesem Zusammenhang auch das von Bundesministerin Ilse Aigner im Februar veröffentlichte "Tierschutzpaket" bewerten. Bisher ist es nur bei den Ankündigungen zu Verbesserungen im Tierschutz geblieben, konkrete Maßnahmen Fehlanzeige.

Der Deutsche Tierschutzbund wird am Donnerstag, den 22.09.2011, in Berlin eine Pressekonferenz zu diesem Thema veranstalten und am Freitag, den 23.09.2011, ab 8.30 Uhr vor dem Bundesrat mit einer Aktion gegen die Verlängerung der Käfigqual für Legehennen demonstrieren.

Mechernich, 23.08.2011

Von Joachim Sprothen

Das Aussetzen von Haustieren in der Urlaubszeit ist eine Straftat, der anscheinend nicht beizukommen ist. Seit dem letzten Schultag musste das Mechernicher Tierheim 20 Katzen und 18 Hunde aufnehmen.

KREIS EUSKIRCHEN/MECHERNICH Die überwiegende Zeit des Jahres sind Bello oder Mieze angeblich die besten Freunde „ihrer“ Menschen. Kurz bevor es in den Flieger Richtung Mallorca geht, sind die Vierbeiner einigen ihrer Besitzer indes nur noch lästig. Es gibt zwar eine praktikable Lösung, Bello oder Mieze während der Ferien ordentlich unterzubringen. Doch es gab in diesem Jahr im Mechernicher Tierheim nur zwei Anfragen für die Aktion „Nimmst du mein Tier, nehme ich Dein Tier“.

Bequemer als die wechselseitige Versorgung der tierischen Mitbewohner scheint es da immer noch zu sein, sie kurzerhand an einen Laternenpfahl anzubinden. Das Aussetzen von Haustieren in der Urlaubszeit ist eine Straftat, der anscheinend nicht beizukommen ist.

Lesen Sie den kompletten > Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger vom 23.08.2011

Mechernich, 20.06.2011

Noch immer erleiden Millionen von Tieren Höllenqualen bei Tiertransporten. Unbegrenzte Transportzeiten, qualvolle Enge, drückende Hitze und unerträglicher Durst - so sieht die Realität bei Transporten lebender Tiere in Europa nach wie vor aus. Anlässlich des Aktionstages gegen Tiertransporte am 1. Juli fordert der Tierschutzverein Mechernich, die grauenhaften Zustände zu beenden.

Die angekündigte Überarbeitung der EU-Transportvorschriften hinsichtlich der Transportzeiten und Ladedichten muss kompromisslos an den Bedürfnissen der Tiere ausgerichtet sein und endlich zu einer Verbesserung aus Tierschutzsicht führen, so der Verein weiter.

> Unsere Pressemitteilung vom 22.06.2011