Tierschutzverein Mechernich e.V.

Den Tieren eine Stimme geben

Das Tagebuch zur Benefiz-Radtour 2012
von Peter Schmitz

Heute bin ich in Wesseling gestartet und nach Erftstadt-Ahrem gefahren. Hier habe ich mich mit den Radsportfreunden vom RSV Kall und RSV Lechenich getroffen, die mich bis zum Ziel begleiten.

Dann in Lechenich, bei Fressnapf Klinger, das große Finale. Viele Tierfreunde und Fans sind gekommen. Der Empfang war SUPER ! Ich habe mich gefühlt wie der Mann im gelben Trikot bei der Tour de France, wenn er in Paris auf der Champs-Élysées über die Ziellinie fährt.

Ein weiterer Höhepunkt war Colör, die Töchter Kölns. Die Mädchen haben für eine echt gute Stimmung gesorgt.

Vorher hat Jacky Klinger (Geschäftsführer der Fressnapf Klinger GmbH) noch zugesagt, 2013 wieder eine Benefiz-Radtour zu organisieren. Ich habe mich direkt bereit erklärt, die Tour zu fahren. Bei uns beiden zählt das gesprochene Wort.

Kilometer: 1.405 Kilometer
Fahrzeit: 67 Stunden 28 Minuten
Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,8 km je Stunde
verbrauchte Kalorien: 49.646 kcal
Gewichtsverlust: rd. 4 kg
nichtalkoholische Getränke: Jede Menge; täglich zwischen drei und fünf Liter
alkoholische Getränke: Keine, da diese die Regeneration negativ beeinflussen
Pannen: Fehlanzeige
Unfälle: Keine
Sonstiges: Es gab auf der Tour weder Stress mit Radfahrern noch mit Autofahrern. Ich habe viele Menschen kennen gelernt und nette Gespräche geführt.

An dieser Stelle möchte ich mich bedanken bei:

  • der Geschäftsführung und den Mitarbeitern der Fressnapf Klinger GmbH, für die supertolle Unterstützung und das schöne Fest am Ankunftstag
  • Reiner Bauer vom Tierschutzverein Mechernich als Betreiber des Tierheims für die supertolle Unterstützung
  • Colör, die Töchter Kölns für den Auftritt in Lechenich. Mädchen, ihr wart SUPER !
  • allen Leuten, die mit mir gefiebert, mich unterstützt, auf der Homepage vom Tierheim und der Fressnapf Klinger GmbH mein Tourtagebuch gelesen, mir unterwegs eine SMS geschickt oder mich angerufen haben.

Herzliche Grüße - bis 2013

Peter Schmitz

Start: 9.55 Uhr. Heute Morgen habe ich etwas länger geschlafen und gefrühstückt, anschließend mich noch mit dem Vermieter unterhalten.

Der Ahr-Radweg führte mich zuerst zur Ahrmündung in Kripp. Von hieraus ging es auf dem Rhein-Radweg nach Remagen zum Friedensmuseum, das sich in einem Brückenturm (siehe Foto) befindet. Kurz hinter Remagen fuhr ich bei Thomas Gottschalk vorbei, der dort in einem Schloss wohnt (siehe Foto).

Über Rolandswerth gelangte ich nach Bonn. Hier hat man das Siebengebirge im Blick und fährt am alten Bundestag vorbei. Nach Rheindorf und Widdig kam Wesseling in Sicht, mein heutiges Etappenziel. Hier übernachte ich bei einem früheren Studienkollegen, ehe morgen das große Finale ansteht. Gefahrene Kilometer heute: 53

Nicht vergessen und weiter sagen: Morgen beginnt ab 13.00 Uhr das große Benefiz-Sommerfest bei Fressnapf in Lechenich.

Morgen gibt es keinen Tourbericht, da wir uns ja alle sehen - erst am Montag den Abschlussbericht.

Start: 8.02 Uhr. Heute Morgen ging es direkt 3 km hinter Daun zur Sache.

Nachdem Rengen passiert war, kam der mehrere Kilometer lange Berg. Die Sonne stand voll am Himmel, als hätte sie mich erwartet. Der Schweiß floss in Strömen. Auf dem Berg war bereits eine Trinkflasche leer. Weiter ging es bergab nach Dreis-Brück. Hier konnte ich an der Vulkan-Heilquelle meine Flasche neu füllen.

Dann vor Stroheich der nächste heftige längere Anstieg. Mit 12 kg Gepäck kostete dieser Berg wieder mächtig Schweißtropfen. Nach den Bergen ging es relativ flach über den Kalk-Eifel-Radweg weiter nach Ahrdorf.

Zwischen Üxheim-Ahütte und Ahrdorf hatte ich beinahe einen Wildunfall. 5 m vor mir sprang ein Reh aus dem Graben und querte die Straße - nichts passiert.

Ab Ahrdorf folgte ich dem Ahr-Radweg über Schuld, Dümpelfeld, Ahrbrück nach Altenahr. Hier war ich bereits um 12.00 Uhr. In Mayschoß zuckten bereits die ersten Blitze. Vorbei an Rech, Dernau habe ich es geschafft bis Walporzheim. Hier setzte ein kräftiger Regen ein. Unter einem Vordach musste ich 45 Minuten ausharren.

Danach ging es weiter zur Filiale der Fressnapf Klinger GmbH nach Bad Neuenahr. Übernachten werde ich in Bad Bodendorf.

Bis hierhin habe ich 1331 km abgeradelt. Meine Beine sind nach wie vor "gut in Schuss". Keine Krämpfe, kein Muskelkater. Dies verdanke ich meiner Homöopathin, die mich mit Arnika und Nux Vormeka versorgt hat.

Gefahrene Kilometer heute: 96. In zwei Tagen startet das große Finale.

Start: 8.38 Uhr, es gab erst um 8.00 Uhr Frühstück.

Heute führte der Radweg 35 km an der Mosel entlang über Traben-Trarbach, Wolf, Zeltingen- Rachtig nach Bernkastel. Dann fuhr ich letztmalig über die Mosel nach Kues.

Hier beginnt der Mosel-Maare-Radweg, der über eine ehemalige Bahntrasse ständig bergauf führt nach Daun. Die ersten 20 km über Lieser, Wengerohr nach Wittlich waren noch einfach. Von Wittlich bis kurz vor Daun ging es 40 km ständig bergauf. Ich musste durch vier Tunnel. Diese hatten eine Länge von 126 bis 585 Meter. Im Tunnel waren gefühlte 0 Grad. Fuhr man aus dem Tunnel heraus, fühlte man sich die ersten Meter wie in der Sauna.

Vorbei ging es an den Orten Plein, Greimerath, Laufeld, Eckfeld, Gillenfeld, Schalkenmehren.
Am schönsten waren die letzten 3 km vor Daun. Nach dem letzten Tunnel ging es leicht bergab. Treten war jetzt überflüssig. Das Rad lief von selbst.

Um 15:10 Uhr war ich in Daun. Morgen fahre ich an die Ahr, muss aber zuerst einmal einen steilen Berg überwinden. Gefahrene Kilometer heute: 103

Bis morgen.

Start: 8.05 Uhr. Nach einem reichhaltigen Frühstück in der Sportschule stand heute die Mosel auf dem Programm. Ab Koblenz führte die Strecke über Winningen, Löf, Treis-Karden, Cochem und Zell zum Etappenziel nach Reil.

Wie am Rhein sieht man hier rechts und links des Flusses sehr viele Burgen. Der Mosel-Radweg ist sehr gut zu fahren, überwiegend auf Teer. Schotter findet man recht selten.

Unterwegs traf ich ein Ehepaar, das ihren Hund bei den Fahrradtouren mit einbindet. Der Hund bleibt nicht im Hotel bzw. Ferienwohnung alleine zurück. Auch braucht er nicht neben dem Rad herzulaufen, er wird im eìnem Anhänger mitgenommen (siehe Foto).

Um 14.50 Uhr bin ich in Reil angekommen und wohne in einer Pension (sehr gutes Zimmer). Noch 25 km an der Mosel entlang, dann geht es bergauf Richtung Daun.

So langsam rückt die Heimat näher und die Tour geht dem Ende zu. Gefahrene Kilometer heute: 113.

Fortsetzung folgt.

Start: 8.50 Uhr. Der heutige Start war verspätet, denn ich hatte den Weckzeitpunkt im Handy falsch eingestellt und mich dadurch verschlafen.

Beim Start regnete es. Der Regen hat mich bis Mainz begleitet. Dann konnte ich die Regenjacke ausziehen und in Armlingen und Windweste weiterfahren.

In Mainz bin ich vom Main- auf den Rhein-Radweg gewechselt. In der Stadt ist sowohl der Radweg als auch die Ausschilderung verbesserungswürdig. Über Bingen, Bacharach, Oberwesel, St. Goar, Boppard, Rhens bin ich um 15:40 Uhr in Koblenz angekommen.
Ein Zimmer habe ich in der Sportschule Oberwerth vom Fußballverband Rheinland gefunden.

Kurz vor St. Goar kam der Zug, der mich vor 11 Tagen nach Memmingen gebracht hat. In Boppard standen ca. 20 Radler im Ort. Da man hier relativ langsam fahren muss, war mein Trikot mit dem Fressnapf-Logo schon von weitem zu sehen. Als ich näher kam bildeten sie eine Gasse und klatschten, als ich durchfuhr. Ein schönes Gefühl.

Da ich in den letzten beiden Tagen Mini-Etappen gefahren bin, habe ich heute noch einmal Gas gegeben. Gefahrene Kilometer heute: 127.

Morgen geht's an die Mosel.

Start: 7.25 Uhr. Für heute war eine ruhige Sonntagstour geplant. Im gesamten Tourverlauf liege ich aber weiterhin voll im Plan.

Nach dem frühen Start führte der Main-Radweg über Seligenstadt, Hainstadt, Klein-Auheim, Mühlheim, Offenbach, Frankfurt, Okriftel nach Eddersheim. Hier bin ich um 12.30 Uhr nach 83 gefahrenen Kilometern angekommen.

In Frankfurt liegt der Radweg direkt am Main. Ein Ruck am Lenker nach rechts führt unweigerlich ins Wasser. Unter einer Eisenbahnbrücke musste ich eine Zwangspause einlegen und warten, bis nach 30 Minuten der Regen vorbei war.

Am Mainufer, gegenüber dem Bankenviertel, hatte ich während der Benefiztour 2011 eine Reifenpanne.

Morgen verlasse ich den Main und fahre am Rhein weiter.

Das GPS-Gerät hat eine Macke. Es ist zwar schade, aber wir haben alles versucht, damit das Gerät sendet - jedoch leider ohne Erfolg.

Start: 8.00 Uhr in Kleinheubach. Beim Frühstück erzählte mir die Vermieterin von ihren beiden Hunden. Dabei erwähnte sie auch, dass die beiden eine Fressnapf-Kundenkarte hätten.

Die heutige Route führte über Trennfurt, Wörth, Obernburg, Großwallstadt (bekannt durch Handball), Aschaffenburg, Mainaschaff, Mainflingen zum Ziel Kleinwelzheim. Hier waren 58 Kilometer abgestrampelt.

In Aschaffenburg fanden heute Drachenboot-Rennen auf dem Main statt. Aus diesem Grund war der Radweg unterhalb der Johannisburg von Menschen und Ständen belagert. Radeln war nicht möglich, ich musste ca. einen Kilometer schieben.

Vom Main habe ich heute nicht viel gesehen. Der Weg führte überwiegend durch Wiesen und Felder. Es waren kaum Passagen im Schatten, schon früh war es sehr heiß.

Um 11.30 Uhr hatte ich den Zielort erreicht. Heute Nachmittag werde ich faulenzen und meinen Körper mit genug Wasser versorgen. Morgen geht's weiter Richtung Mainz.

Start: 7.45 Uhr. Anfangs war es noch frisch, nach wenigen Kilometern kam ein Regenschauer. Die Regenjacke lohnte nicht.

Die heutigen Etappenorte: Gemünden, Lohr, Erlach, Marktheidenfeld, Homburg, Bettingen, Wertheim, Hasloch, Dorfprozelten, Freudenberg, Miltenberg, Kleinheubach. Hier bin ich kurz nach 14.00 Uhr angekommen. Schlafen werde ich in einer kleinen Ferienwohnung.

Unterwegs fuhr ich an einem Campingplatz vorbei. Hier stand ein Fahrzeug mit BM-Kennzeichen. Der Camper war aus Kerpen und schon einige Wochen mit seinem Wohnwagen unterwegs. In Lohr hatte ich eine nette Begegnung mit einem Hund (siehe Foto).

Heute gefahren: 121 Kilometer mit einem Schnitt von über 21 km/h. Dies gibt es nur am Main ! Bis auf einige kurze Stücke fährt man hier nur auf Teer.

Nach 751 km in sieben Tagen habe ich mir morgen eine Kurzstrecke verdient.

Näheres hierzu dann morgen.

Start: 8.00 Uhr in Rothenburg o. d. Tauber.

Aus der Innenstadt ging es steil bergab nach Detwang ins liebliche Taubertal. Hier war bergauf und -ab angesagt. Aber Dank eines geteerten Radweges kam ich zügig voran.

In Bieberehren bin ich auf den Gautal-Radweg abgebogen in Richtung Ochsenfurt. Die ersten 100 Meter waren eine Katastrophe - ein Schlagloch nach dem anderen. Ich bekam schon die Krise und sah mich erst am Abend in Ochsenfurt. Aber was danach kam, war allererste Sahne: Ein Super-Radweg. Um 10.45 Uhr war ich schon in Ochsenfurt und hatte 53 Kilometer auf der Uhr.

Zwischendurch hatte eine schwarze Katze von rechts nach links meinen Weg gekreuzt. Ich bin zwar nicht abergläubisch, habe aber immer daran gedacht. Passiert ist heute glücklicherweise nichts.

Ab Ochsenfurt führte der Main-Radweg über Winterhausen, Randersacker, Würzburg, Oberzell und Zellingen nach Karlstadt am Main. In der Würzburger City war ich noch Lithium-Batterien einkaufen. Ich hoffe, dass es jetzt mit dem GPS klappt.

Um 14.30 Uhr hatte ich ein Zimmer und 109 Kilometer zurück gelegt. Morgen gehts weiter den Main entlang.

P.S. Mein Tipp fürs Fußballspiel: 3:2 n.V. für uns !

Start: 7.55 Uhr. Heute Morgen wollte ich mir in Wettelsheim bei einem ortsansässigen Radhändler einen weiteren Ersatzschlauch kaufen. Als ich Herrn Gerald Wagner (Räder und Zubehör) von meiner Benefiztour erzählte, hat er den Schlauch gesponsert. Hierfür vielen Dank.

Dann gings los über Gunzenhausen, vorbei am Altmühlsee, nach Orbau, Herrieden, Leutershausen, Colmberg, Geslau, Neusitz. Etappenende war heute in Rothenburg ob der Tauber.

Um ca. 15.30 Uhr bin ich angekommen und wohne im Hotel Merian. Direkt unter mir ist eine Fressnapf-Filiale - wie passend. Hier habe ich mich kurz im Tourtrikot vorgestellt und sogleich haben wir Erinnerungsfotos gemacht. Die Damen waren von der Benefiztour begeistert. Auf dem Foto ist auch der ''Wach''hund zu sehen. Er gehört einer Mitarbeiterin.

Heute bin ich 105 Kilometer geradelt. In Colmberg habe ich die Altmühl verlassen. Morgen gehts an den Main. Bald habe ich Halbzeit bzw. Bergfest.

P.S. Das mit dem GPS funktioniert leider immer noch nicht, aber wir arbeiten dran !

Start: ca. 8.15 Uhr. Nach Kinding kamen einige kurze aber knackige Anstiege und dies mit 12 kg Gepäck am Rad.

Dann ging es weiter über Kipfenberg, Walting, Eichstätt, Dollnstein, Solnhausen, Pappenheim, Treuchtlingen nach Wettelsheim. Hier war ich um 14.50 Uhr im Hotel.

Unterwegs kam ich auf dem Radweg mit einem Hundebesitzer ins Gespräch. Dabei stellte sich heraus, dass er Pulheimer ist und ihn die Arbeit ins Altmühltal verschlagen hat.

In Treuchtlingen stand eine alte Dampflok. Das gute Stück ist von 1937, war bis 1968 in Betrieb und hat eine Laufleistung von 4,5 Millionen Kilometern.

Heute bin ich 96 Kilometer geradelt, da aber Gegenwind war, gefühlte 120.

Unterwegs bekam ich einen Anruf, dass das GPS nicht klappt und gestern nur bis 13.00 Uhr gesendet hat, obwohl ich erst um 15.45 Uhr am Zìel war. Gestern Abend habe ich die Batterien gewechselt und heute vorsichtshalber neue gekauft.